Regierungspräsidentin besucht Kastanienhof Krämer

Regierungspräsidentin Kastanienhof Krämer in Waldbrunn

(pm) Faszination Landleben, Urlaub auf dem Bauernhof und  Landtourismus unter Einbeziehung der landschaftlichen Attraktionen sowie der Besonderheiten der Region Odenwald waren Themen der Pressefahrt mit Regierungspräsidentin Nicolette Kressl im Neckar-Odenwald-Kreis am vergangenen Mittwoch. „Der Odenwald hat attraktive Reiseangebote. Dabei bringt der Landtourismus Wertschöpfung in die Region, besonders auch durch die Kooperation mit anderen regionalen, touristischen Partnern“, betonte die Regierungspräsidentin.

Nach dem Besuch des Heuhotels „Theuerweckl“ in Neckarkatzenbach machte die Delegation um Nicolette Kressl , die von Dr. Ulrich Roßwag, dem Abteilungspräsident der Abteilung 3 – Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Veterinär- und Lebensmittelwesen im Regierungspräsidium Karlsruhe begleitet wurde, Station auf dem Kastanienhof der Familie Krämer in Waldbrunn-Strümpfelbrunn.

Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 14. Mai 1996, begannen die Restaurierungsarbeiten in Eigenarbeit der Familie am gerade erworbenen Gehöft, erzählte Hofbesitzerin und Ferienwohnung-Anbieterin Heike Krämer bei ihrer Begrüßung im Innenhof des Anwesens. Mit viel Herz und Muskelkraft  aber behutsam, um das Flair des typisch Odenwälder Fachwerkhauses zu erhalten, ging man zu Werke und gestaltete über die Jahre einen wunderschönen Ort zum Urlauben und Leben. Mit Vergrößerung der Familie, zum Erstgeborenen Timo gesellten sich auf dem Kastanienhof noch  Robin und Nesthäkchen Ronja, sowie dem Ausbau von drei Ferienwohnungen im Gesinde- und Wohnhaus,  komplettierte sich das Lebenswerk von Heike und Kurt Krämer. Während der Forstbetrieb von Kurt Krämer die eine Einnahmequelle der Familie darstellt bestreite sie selbst mit der Wohnungsvermietung die andere Hälfte, so Heike Krämer.




Als engagierte Vermieterin schloss sich Heike Krämer schon früh verschiedenen Interessen- und Werbegemeinschaften an und ist nun bei der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof Fränkischer Odenwald“ aktiv. Die innovativen Ideen der Landwirtinnen zeichnet dieser Zusammenschluss in ganz besonderer Weise aus, so findet man hier Ferienbauern- und Reiterhöfe sowie ein Heuhotel und eine Vesperscheune. Die Frauen schaffen es ungewöhnliche Angebote zu kreieren und mit Leben zu füllen. Das Segment Bauernhofurlaub ergänzt damit das touristische Angebot im Odenwald und schafft Einkommensmöglichkeiten in der einkommensschwachen Landwirtschaft. Regierungspräsidentin Kressl will mit ihrer Fahrt zu den Höfen auf Fördermöglichkeiten in diesem Bereich aufmerksam machen:  „Unser Ziel ist es, solche Potentiale als Einkommensmöglichkeit für landwirtschaftliche Familien und als Einkommensalternative im Ländlichen Raum zu erschließen und weiterzuentwickeln“ und beschrieb damit auch die Rolle der Verwaltung, welche neben der reinen Abwicklung der Förderverfahren beratend und begleitend mitwirkt. Das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union fördern Investitionen in diesem Bereich mit dem einzelbetrieblichen Investitionsförderprogramm und über das Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF)“. Gefördert werden können Ideen, die in der Region eine Marktlücke schließt, auf einem schlüssigen Unternehmenskonzept basiert und zusätzliche Beschäftigung und/oder Einkommen für Frauen mit sich bringt, so Kressl.

Baden-Württemberg sei ein überaus attraktives Reiseziel stellte Kressl fest und spannte damit den Bogen zurück nach Waldbrunn, in dem sie von Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Geier herzlich begrüßt wurde. In seiner Begrüßungsrede ging er auf die enorm gestiegenen Übernachtungszahlen in Waldbrunn ein, die im vergangenen Jahr mit 7,8 % Steigerungsrate weit über der Steigerungsrate des Landes Baden-Württemberg von 3,3 Prozent  liegt. Knapp 53.000 Übernachtungen hat die kleine Gemeinde mit rund 4600 Einwohnern zu verzeichnen. Zum Erfolg der Gemeinde trage neben Gastronomie und Unterkunftsbetrieben auch die Katzenbuckel-Therme und die jährlichen Stutenmilch- und Mostwochen bei, wie Geier sagte.

„ Es trifft sich wunderbar, dass Regierungspräsidentin Kressl während der Stutenmilchwochen nach Waldbrunn kommt und so das Gemeinschaftsprojekt Stutenmilchwochen und Stutenmilch kennenlernen kann“, so Heike Krämer. Bereits seit sieben Jahren veranstaltet die Veranstaltergemeinschaft aus Gastronomie, Lebensmittelproduzenten und Dienstleistern diese kulinarischen Wochen mit umfangreichem Veranstaltungsprogramm. Heike Krämer versäumte es nicht auf den Hauptakteur der Stutenmilchwochen, das Kurgestüt „Hoher Odenwald“ der Familie Zollmann hinzuweisen. Vertreten durch Jette Zollmann sei dies ebenfalls eine exzellentes Beispiel für Innovative Ideen von Frauen im Ländlichen Raum, die inzwischen in dritter Generation stetig das Demeter-Gestüt, die Stutenmilchproduktion und –verarbeitung kreativ weiterentwickeln und ausbauen, so Krämer.

Nach einem Rundgang über das Gehöft und einer Stutenmilch-Verkostung mit Kumys-Cocktail sowie süßen Stutenmilch-Teilchen der Bäckerei Haas verließ die Delegation Waldbrunn in Richtung Sennfeld auf den Ferienhof der Familie Schaffer, wo man mit dem Traditionsgericht „Grünkernsuppe“ auf die Besucher wartete.

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Das Bild zeigt von links Kurt Krämer, Maja Köhring, Heike Krämer  (alle Kastanienhof Krämer), Bürgermeister Stellvertreter Andreas Geier, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Christa Berg und Abteilungspräsident Dr. Ulrich Roßwag  (RP KA), TGO -Geschäftsführerin Sarah Wörz, Marion Schmidt-Kowalke ( LRA MOS) und Jette Zollmann  (Kurgestüt Hoher Odenwald)

Infos im Internet:
www.kastanienhof-kraemer.de

www.stutenmilchwochen.de

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