Über vier Stunden närrisches Programm

Die Halleluja Singers eröffnen das Programm. (Foto: Hofherr)
Waldbrunn. Seit 1984 und damit schon mehr als drei Jahrzehnten geht es während der närrischen Jahreszeit bei den „Katholen“ der Pfarrgemeinde St. Maria in Waldbrunn hoch her. Aus allen Ortsteilen der Wintrehauchgemeinde kommen Narren zusammen um im bunt geschmückten Gemeindesaal Fasching zu feiern. Auch in diesem Jahr hatte das Organisationsteam um Marga Stich und Volker Kölsch es wieder geschafft, nahezu alle Vereinigungen innerhalb der Gemeinde zum Mitmachen zu bewegen.

Darunter natürlich auch viele Wiederholungstäter, wie die Halleluja Singers, die sich aus dem Kirchenchor rekrutieren. Dank ihrer Reime und Lieder, die sich auf Begebenheiten innerhalb der weltlichen wie religiösen Gemeinde beziehen, hat die Gruppierung längst Kultstatus erreicht. Neben dem Holzwurm, der sich in der Kirchenorgel heimisch fühlt, der Rathaussanierung und der Kneippanlage in Schollbrunn, schaffte es in diesem Jahr ganz aktuell auch Erzbischof Stephan Burger zu den Halleluja Singers. Wurde erst vor wenigen Tagen bekannt, dass in der Erzdiözese Freiburg bis 2030 nur noch 40 Pfarreien existieren sollen, ließen die katholischen Narren vom Winterhauch ihren Bischof wissen, dass Pfarrer Pavo Ivkic trotz aller Reformen am Katzenbuckel bleiben wird.

Nachdem Sänger und Texter Ihre Orden von Volker Kölsch entgegen genommen hatten, gehörte die Bühne Annette und Thomas Mayerhöfer, die den gefüllten Saal während des Frühstücks an ihren närrischen Alltagsgeschichten aus 25 Ehejahren teilhaben ließen. Dabei wussten die beiden Weisbacher auch zu berichten, wie Bürgermeister Markus Haas das Ruftaxi erfunden hatte. Nach harten Verhandlungen im Gemeinderat, einigen Entspannungsbierchen, nutzte er den Pizzaboten um satt und ohne Gefahr für seine „Untertanen“ bzw. seinen Führerschein nach Hause zu kommen.

Es folgten zwei Gruppen der Ministranten, die unter der Leitung von Kirsten Rausch-Jakob den Strumpfhosen-Tanz und den Sketch „Im Kino“ einstudiert hatten. Beide Gruppen wurden vom Publikum begeistert gefeiert.
Anschließend hatte Petra in Vertretung ihres Chefs, des Himmlischen Vaters, alle Hände voll zu tun, um die Mitglieder der Frauengemeinschaft an der Himmelspforte zu empfangen und je nach Punktestand mit unterschiedlichen Wellness-Programmen zu versorgen.

Es folgte „Enner aus Schollbrunn“ mit Bernd Ebert, der aus dem Nähkästchen plauderte. So ließ er unter anderem einen Urlaub in der DomRep Revue passieren, wobei kein Auge trocken blieb.

Nachdem die Stimmung einen ersten Höhepunkt erreicht hatte, durften sich die Aktiven auf der Bühne, aber auch das von unzähligen Lachsalven stets geforderte Publikum eine Pause einlegen um sich zu stärken.

Um die Stimmungskurve gleich wieder auf den Vorpausenstand zu hieven, enterten Berthold Henkel und Franz Runkel mit einer Stimmungsrunde des Gemeindesaal.
So war das Feld bereitet damit die älteren Ministranten mit ihrem Beitrag „Ascheputtel“ einmal mehr mit Begeisterung gefeiert wurden. Anschließend brachten Marga Stich als Montserrat Caballe beim Casting Maestro Joachim Spies um den Verstand und das Publikum um Lachtränen. Begleitet wurden die Diva von Berthold Henkel. Mit einem Sketch von Loriot, präsentiert von Maike und Gregor Kalla, steuerte das Programm um kurz vor Mitternacht seinem Finale entgegen. Doch ohne eine Auftritt von Franz Runkel und Volker Kölsch, die als Winterhauch-Duo ein wahres Feuerwerk an Gags zündeten, kann natürlich kein närrischer Abend der Gemeinde St. Maria zu Ende gehen.

Zum Finale lud Anita Back dann alle Helferinnen und Helfer auf die Bühne, ohne deren Einsatz in Küche, Ausschank und vieles mehr ein solch abendfüllendes Programm nicht denkbar ist.

Fotogalerie zum Artikel – (Fotos: Hofherr)


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