Abwasser im Waldbrunner Gemeinderat

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(Symbolbild – Stux/Pixabay)
Strümpfelbrunn.  Mit der dritten Sitzung des Waldbrunner Gemeinderats innerhalb von gut vier Wochen, die erneut in der Winterhauch-Halle in Strümpfelbrunn stattfand, um den Corona-Vorschriften zu entsprechen, ging das Gremium in die Sommerpause. Einmal mehr mussten sich die Kommunalpolitiker in vielen der zehn Tagesordnungspunkte mit der Daseinsvorsorge der WInterhauchgemeinde und ihrer Bürger beschäftigen.

Doch bevor Bürgermeister Markus Haas in die Sitzung einstieg, ließ er die Anwesenden wissen, dass das Buchungssystem für den Besuch der Katzenbuckel-Therme (wir berichteten) seit Donnerstag aktiv ist, sodass sich Gäste ihren Termin reservieren können. Zu finden ist der Link sowohl über die Internetseite des Bades, als auch über die Homepage der Gemeinde.

Anschließend stellte Marco Ries vom Ingenieurbüro Sack & Partneraus Adelsheim den allgemeinen Kanalisationsplans (AKP) und die Ergebnisse der Prüfung der Abwasser- und Regenkanäle im Rahmen der Eigenkontrollverordnung (EKVO) in den Ortsteilen Strümpfelbrunn und Mülben vor. Es folgten verschiedene allgemeinen Informationen zu Einführung. Dabei erfuhren die Räte dass die Kontrolle der Abwasser.- bzw. Regenbeseitigungskanäle alle zehn bis 15 Jahre erfolgen müssen. Außerdem stellte Ries die unterschiedlichen Schadensklasse vor. Bei Schadensklasse 5 ist der Kanal weitestgehend in Ordnung, bei Klasse 0 müsse man als Gemeinde sofort handeln.

Zunächst wurden die Kanäle mittels Hochdruck mit Wasser gereinigt. Bei der anschließenden Befahrung mittels Kamera- und Robotertechnik wurde in den Kanalnetzen von Strümpfelbrunn und Mülben bei 20 bis 25 Prozent des Netzes bzw. der Abwasserschächte Handlungsbedarf innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre festgestellt, stellte Marco Ries fest. Natürlich müsse dabei immer die finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt werden. Klar sei jedoch, dass man mit jeder Verzögerung höhere Schäden riskiere. Könne man bei frühzeitigen Eingriffen manches in geschlossener Bauweise realisieren, müssten große Schäden im Kanalnetz meist in teurer, offener Bauweise instandbesetzt werden.

Auch die Veränderungen infolge des Klimawandels mit Starkregenereignissen wie im Jahr 2016 in Schollbrunn, Mülben und Weisbach sind bei diesen Kontrolluntersuchungen und bei der Erstellung eines AKP von großer Bedeutung, da die Gemeinde haftet, wenn die Kanäle nicht den vorgegebenen Dimensionen entsprechen und dadurch Schäden an Privatgrundstücken entstünden. Auch neue Versiegelungsflächen durch Neubaugebiete müssen in die Pläne aufgenommen und in der Umsetzung abgebildet werden.

Durch die Erstellung von Prioritätenlisten könne man jedoch auch Synergieeffekte nutzen, in dem man Maßnahmen bündelt. So ließen sich die Schäden im Bereich Hatzenbergstraße in Strümpfelbrunn beispielsweise im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Bauplätze im Gebiet Hahnenfeld abwickeln.

Mit der Nennung der Problemstellen in den beiden Ortsteilen schloss Marco Ries seinen Vortrag. In Strümpfelbrunn sind Sobertsbrunnen, Brunnenstraße, Zu den Kuranlagen, Kirchenstraße, Alte Marktstraße, Steingasse und Forsthausstraße solche Stellen, während in Mülben lediglich im Krappenwald und in der Odenwaldstraße Problemstellen ermittelt wurden.


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