Radtour mit Bürgermeister Markus Haas

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Gaby Csik (3.v.re.) und Bernd Csik (2.v.re.) von der Firma Getränke Weis begrüßten die Radler um Bürgermeister Markus Haas (5.v.li.) zu einem Umtrunk. (Foto: Hofherr)
Waldbrunn.  Zu einer „Kommunalpolitischen Radtour durch die Flur“ begrüßte Bürgermeister Markus Haas am Tag der deutschen Einheit 14 Gäste, die sich ihre Teilnahme an dieser ersten Radtour mit dem Gemeindeoberhaupt auch vom Herbstwetter mit Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich nicht nehmen ließen. Und für diesen Optimismus wurden sie belohnt, denn nach den ersten Kilometern endete der Regen und einige Zeit später setzte sich sogar die Sonne gegen die schweren Herbstwolken durch.

Nach der Begrüßung am Kurpark in Mülben ging es gleich an den ersten „Berg“. Durch die Markgrafenstraße ging es vorbei an Friedhof und Schützenhaus zum Steinernen Tisch. Dort ging Haas auf den geplanten Windpark ein. Allerdings ruhe das Verfahren derzeit, da von Experten geschützte Vogelarten wie Schwarzstorch, Rotmilan und Wespenbussard entdeckt wurden. Eine Prognose ob und wie viele Windkraftanlagen gebaut werden, könne er nicht abgeben, ließ Haas die Teilnehmer wissen. Auch zum Bauschutt auf Waldwegen im Markgrafenwald ging Markus Haas kurz ein. Dies sei durchaus erlaubt, auch wenn im Rathaus immer wieder Beschwerden von Waldbesuchern eingehen. Allerdings kann man nicht einfach Schutt im Wald ablagern. Bevor die Ausbringung möglich ist, muss das gesiebte Recyclingmaterial zertifiziert werden, damit sicher ist,
dass keine Schad- und Fremstoffe enthalten sind. Die Einhaltung wird von den
Behörden überwacht und Zuwiderhandlungen streng bestraft.

Weiter ging es zum Mülbener See, über die L 524 vorbei am Segelflugplatz und der Sternwarte nach Weisbach. Dort erläuterte Haas die Anfrage für eine Flächenfotovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Der Landwirt gebe seinen Betrieb auf, weshalb die Fläche zur Verfügung stehe. Die Anfrage komme von der Firma Enerkom, die entsprechende Möglichkeiten, eine solche Anlage zu realisieren. Da der Gemeinderat dem Ansinnen grundsätzlich positiv gegenüberstehe, wird Enerkom nun tiefer in das Projekt einsteigen.

Auf dem Gemeindeverbindungsweg ging es weiter nach Schollbrunn, wo Haas zunächst auf die Sanierung des Rathauses einging. Möglicherweise könne man bereits im Dezember aus dem ehemaligen Gasthaus Linde aus- und ins sanierte Rathaus einziehen. Durch die Talstraße, wo derzeit die teuerste Straßenbaumaßnahme in der Geschichte der Winterhauch-Gemeinde vollzogen wird, ging es zu Ortschaftsrat Martin Siegmund, der die Radler zu einem Umtrunk einlud.

So gestärkt führte die Route vorbei am geplanten Baugebiet Brühlstraße, weiter zum Sportplatz des SV Schollbrunn. Durch den Wald ging es weiter nach Oberdielbach und von dort nach Waldkatzenbach. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit verzichtete man auf die Umrundung des Katzenbuckels und fuhr stattdessen zum Kurzentrum, wo Bürgermeister Markus Haas die Teilnehmer zum ökumenischen Erntedankgottesdienst einlud, der am kommenden Sonntag im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage 2020 stattfindet. Da man diesen Gottesdienst gemeinsam mit dem Bauernverband organisiere habe man sich etwas Besonderes ausgedacht und zu einem Bulldog-Gottesdienst initiiert. Nach dem Gottedienst, der am 11. Oktober, um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Katzenbuckel-Therme stattfindet, präsentieren sich die Landwirte. Außerdem wird ein Imbiss gereicht.

Nach einem weiteren Umtrunk bei der Firma Getränke Weis, wo Gaby und Bernd Csik die Gruppe begrüßte, ging es zum Gasthaus Engel in Mülben, wo beim gemeinsamen Abendessen weitere kommunalpolitische Themen diskutiert wurden. In diesem Rahmen versprach Bürgermeister Haas, dass er weitere Touren organisieren wird.


1 Kommentar
  1. E. Stephan sagt

    zum o.g. Zitat „…Bauschutt auf Waldwegen durchaus erlaubt, auch wenn im Rathaus immer wieder Beschwerden eingehen.“:
    Nach den Baden-Württembergischen Rechtsvorschriften ist Bauschutt auf Waldwegen nicht erlaubt (sogar als illegale Abfallbeseitigung strafbar). Es ist nur gesiebtes, kontrolliertes und zertifiziertes Recyclingmaterial zugelassen, das bestimmte Anforderungen bzgl. Schadstoffen und Fremdstoffen erfüllen muss und von den zuständigen Behörden überwacht wird. Leider wird das Ganze zur Zeit sehr lasch gehandhabt.

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