Bundesliga in Waldbrunn?

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Wie sich die Bedingungen von einem Bundesligisten unterscheiden

Beim FSV Waldbrunn geht jetzt bald die Landesliga Odenwald los. In der vergangenen Saison kam man letztlich nur auf sieben Saisonspiele, wobei man sieben Punkte holen konnte. Mittlerweile ist man schon ein paar Jahre in der Liga und konnte sich gut darin etablieren. Trotzdem gibt es natürlich noch große Unterschiede zu höheren Ligen und deren Teams. Das fängt bei den finanziellen Rahmenbedingungen an und geht über die Trainingsbedingungen, Betreuerstab und die Professionalität weiter. Wir schauen uns diese Unterschiede zwischen dem FSV Waldbrunn und der Topteams der deutschen Bundesliga an.

Der finanzielle Spielraum

Die finanzielle Situation wurde mit Gründung des FSV Waldbrunn im Jahre 2018 verbessert. Damals haben sich die Traditionsvereine SV Dielbach, TSV Strümpfelbrunn und VfR Waldkatzenbach zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan. In Zukunft steht offen, dass sich weitere Vereine der Gemeinschaft anschließen. Das würde der regionalen Vermarktung und Sponsorengelder gut tun.

Diese sind natürlich nicht mit einem Bundesligaverein zu vergleichen. Vor allem die Champions League bringt noch einmal viel Geld in die Kasse, wobei man sich hier unter den Top vier der Liga befinden muss. Laut Wettanbietern wie Betway Sportwetten sind die derzeitigen Favoriten auf diese vier Plätze Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen, wobei auf Leverkusen eine Quote von 67,00 zu finden ist (Stand: 09. 08.). Nicht nur die Champions League bringt viel Geld, sondern auch die Teilnahme an der Bundesliga und dem DFB-Pokal.

Hier haben auch kleinere Vereine die Möglichkeit sich zu qualifizieren und dadurch extra Einnahmen zu generieren. Mit Pokalüberraschungen können diese erhöht werden, wobei vor allem Spiele gegen große Bundesligisten von Vorteil sind. Diese bringen ein ausverkauftes Stadion und TV-Übertragungen und damit einen echten Geldregen zum Verein. Teams in höheren Ligen haben auch den Vorteil von besserem Sponsoring. Dort haben Sponsoren die Aufmerksamkeit eines nationalen Publikums, was sie oftmals mit mehr Geld belohnen.

Auch kommen die Sponsoren dann von nationalen und internationalen Firmen, die nicht unbedingt einen regionalen Bezug zum Team haben. Bei kleineren Teams wie dem FSV Waldbrunn hingegen, bekommen die Sponsoren nur eine kleine Reichweite und bezahlen dadurch auch weniger Geld. Oftmals sind es auch regionale Firmen, die einen Bezug zu dem Verein haben und diesem dadurch näher verbunden sind.

Die Vereinsbedingungen

Bei den Trainingsbedingungen hat die FSV Waldbrunn einen Vorteil gegenüber den direkten Konkurrenten. Weil es ein Zusammenschluss von drei Vereinen ist, bieten sich hier die Sportplätze der drei Teams zum Trainieren an. Dadurch entlastet man den Rasen und kann auch die zweite und dritte Mannschaft auf einen anderen Spielplatz umbuchen, sollte dieser benötigt werden.

So spielt die erste Mannschaft auf dem Sportplatz Strümpfelbrunn, die zweite Mannschaft auf dem Platz in Oberdielbach und die dritte Mannschaft in Waldkatzenbach. Vergleichen kann man die Bedingungen mit denen von Bundesligisten natürlich nicht. Dort gibt es millionenschwere Trainingszentren, die alles an Infrastruktur haben, was das Fußballherz begehrt. Auch bei den Mitarbeitern gibt es hier große Unterschiede.

Beim FSV sind diese oft ehrenamtlich und machen die Arbeit aus Liebe zum Verein und Beruf. Oft ist eine persönliche Bindung noch aus Spielerzeiten vorhanden. Bei Bundesligisten sind hier Mitarbeiter angestellt und davon nicht wenige. Für jede Position gibt es mehrere Mitarbeiter, teils eigene Köche, die den Spielern die richtige Ernährung vorgeben und für sie kochen. Dadurch können sich die Spieler professioneller verhalten und mehr auf den Fußball fokussieren.

Diese Spieler sind dann auch professionelle Spieler, deren Job es ist am Spieltag gute Leistungen zu zeigen. Hier kann man nicht am Wochenende eine längere Nacht haben, ohne dass man die körperlichen Auswirkungen spürt oder dafür in den sozialen Medien kritisiert wird. Dafür verdienen sie ein üppiges Gehalt und werden oftmals um viel Geld eingekauft. Das gibt es beim FSV Waldbrunn nicht. Die Spieler spielen den Sport zur Unterhaltung und müssen nebenbei noch einem Beruf nachgehen. Dieser kostet auch viel Kraft, weswegen man dann weniger Kraft für den Fußball hat.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Bundesligisten und Landesligisten wie dem FSV Waldbrunn. Dieser geht beim finanziellen Spielraum, bei der Reichweite für Sponsoren los und geht weiter in die Vereinsbedingungen, wie den Trainingsplätzen, den Mitarbeitern und den Spielern. Mit der Kooperation von drei regionalen Fußballvereinen wurde aber schon eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. Dadurch kann man in der Region mehr Sponsorengeld kreieren und auch die Vereinsbedingungen werden nachhaltig verbessern. Wenn weitere Vereine sich der Fusion anschließen, könnte der Weg vom FSV Waldbrunn nach oben gehen.


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