Immobilien für Flüchtlinge gesucht

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Im Jahr 2015 brachte zunächst der Landkreis, später die Gemeinde Waldbrunn in diesem ehemaligen Gasthof geflüchtete Menschen unter. Nun sucht der Neckar-Odenwald-Kreis ähnliche Immobilien für die Unterbringung von Menschen in Not. (Archivfoto: Hofherr)

Weltweite Krisen verursachen Fluchtbewegungen

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Nach vielen Monaten mit relativ geringen Zugangszahlen schlagen sich die weltweiten Krisen und die sich daraus ergebenden hohen Flüchtlingszugänge nach Deutschland nun auch im Neckar-Odenwald-Kreis nieder. Hatte der Kreis beispielsweise im Januar 2021 noch eine monatliche Aufnahmeverpflichtung nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz von acht Personen pro Monat, waren es im Dezember 38 Personen pro Monat.

Dies führt dazu, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Unterkünfte für Asylsuchende des Landkreises in Hardheim und Auerbach mit einer Gesamtkapazität von 260 Plätzen fast vollständig belegt sind. Die Asylsuchenden kommen aktuell insbesondere aus Afghanistan, Syrien und dem Irak sowie aus Nigeria und dem nördlichen Afrika.

Deshalb bittet das Landratsamt bei der Suche nach geeigneten Mietobjekten für die Unterbringung von geflüchteten Menschen um Unterstützung der Bevölkerung. Gesucht werden insbesondere bereits bestehende Immobilien mit einer Gesamtmindestwohnfläche von rund 150 Quadratmetern.

Eine Anmietung von mindestens 24 Monaten sollte möglich sein. Zudem sollten ein Wasser-/Abwasseranschluss, eine Wärme- und Stromversorgung sowie sanitäre Anlagen vorhanden sein. Das Objekt sollte bezugsfertig sein. Eine Anbindung an den ÖPNV wäre wünschenswert.

Angebote zu den Mietobjekten werden telefonisch unter 06261/84-1875 sowie per Mail unter gebaeudemanagement@neckar-odenwald-kreis.de entgegengenommen. Idealerweise sollte die Meldung von geeigneten Objekten aber gleich über ein Formular auf der Webseite des Kreises erfolgen, mit dem eine standardisierte Bewertung der Angebote möglich ist.


1 Kommentar
  1. Sabin Lamere sagt

    Wie wäre es mit der ehemaligen Linde in Schollbrunn? Die ist doch schon entsprechend umgebaut.

    Dann könnte man von dem Schulumzug, den so die wenigsten wollen (außer der BM und unsere Gemeindevertreter vielleicht) absehen. Die Containerlösung (falls es momentan überhaupt Container zu mieten gibt) wäre auch auf dem Schulgelände umsetzbar. Dann könnte man ohne einen umständlich Bustransport die Sporthalle sowie das Kurzentrum weiter nutzen. Ich gehe mal davon aus, dass diese, wie auch viele andere Kosten bei der Kostenaufstellung was der Umzug kostet unter den Tisch fallen.

    Ich frage mich sowieso warum ein Umzug nach Schollbrunn über von Nöten ist. Früher wurde noch eine komplette Hauptschule untergebracht.

    Aber das alles wurde ja schon mit den Elternvertretern besprochen und mit der vielsagenden Antwort: „Wurde geprüft, geht nicht“ umfassend beantwortet.

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