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veröffentlicht am Sonntag, 6. Januar 2013

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Waldbrunn feiert 40-jähriges Bestehen

Waldbrunn feiert 40-jähriges Bestehen thumbnail

Für Bürgermeister Klaus Schölch war es nach 16 Jahren seine letzte Neujahrsrede. Im Mai beginnt für das Gemeindeoberhaupt der verdiente Ruhestand. Aufgrund des Doppelmords in Eberbach begann der Empfang mit einer Gedenkminute für die Opfer. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs feierte die Gemeinde Waldbrunn heute ihr 40-jähriges Bestehen. In seiner Festansprache, seine letzte vor dem Ruhestand, ging Bürgermeister Klaus Schölch auf die vergangenen vier Jahrzehnte ein, und lobte die hervorragenden Integrationsleistung seines Vorgängers Gerhard Hauck, dem es trotz größerer Widerstände gelang die sechs Winterhauchdörfer Oberdielbach, Schollbrunn, Strümpfelbrunn, Weisbach und Waldkatzenbach sowie zwei Jahre später auch Mülben zur Gemeinde Waldbrunn zusammen zu führen und dabei den Charakter des jeweiligen Ortsteils zu erhalten. So seien heute alle stolz darauf, Einwohner des jeweiligen Dorfs, aber auch der Gemeinde zu sein.

Doch bevor Schölch in seinen Ausführungen einen Bogen über 40 Jahre spannte, begrüßte er die Anwesenden, darunter Ehrenbürger Gerd Mosca, Landrat Dr. Achim Brötel, MdB Alois Gerig, MdL Georg Nelius sowie die Bürgermeister der umliegenden Kommunen. Ein besonderer Gruß ging an Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert, der gerade in diesen ersten Tagen ein sehr schweres Amts angetreten habe. Der Doppelmord an Dr. Dorothee Thaler und Dr. Harald Grote habe nicht nur in der Stadt im Neckartal, sondern in der gesamten Region für Fassungslosigkeit gesorgt. Um der Betroffenheit und Trauer Ausdruck zu verleihen, bat Klaus Schölch um eine Gedenkminute.

Anschließend ließ er die Entwicklung der Gemeinde Revue passieren. Mit der Winterhauch-Schule und der Turnhalle, neuen Kindergärten, einer komplett neuen Wasserversorgung und verschiedene Abwasserbeseitigungsanlagen, die Erschließung von Baugebieten, dem Bau einen Feriendorfs mit 200 Häusern, der Gründung überörtlicher Vereine sowie dem Bau des Kurzentrums und dem Umbau in die Katzenbuckel-Therme habe man das Gesamte entwickelt und nachhaltig in die Infrastruktur investiert. Mit der Umnutzung der ehemaligen Schulen in Bürgerhäuser und der Anlage von Ortskernen in allen Dörfern habe man aber auch die Ortsteile weiterentwickelt und in ihrem Charakter gestärkt. Die genannten Maßnahmen hätten das Bürgerbewusstsein gestärkt und dadurch für die Etablierung von Dorf- bzw. Brunnenfesten gesorgt, so Bürgermeister Klaus Schölch.




Beispiele für den Bürgersinn der Waldbrunner kämen auch in 60 Vereinen zum Ausdruck, die mit zur Lebensqualität in der Geburtstags-Gemeinde verantwortlich sind. Auch die Ortschaftsräte hätten ihren Beitrag für ein friedliches Zusammenwachsen der Winterhauchdörfer zur Gemeinde Waldbrunn geleistet.

Auch mit Finanzen lasse sich der Erfolg der Idee einer Gesamtkommune eindrucksvoll belegen, so das Gemeindeoberhaupt. So habe man seit der Gründung vor 40 Jahren 79 Millionen Euro in gemeinsame Projekte investiert, wovon 32 Millionen Euro aus Zuweisungen von Bund, Land und Ausgleichsstock geflossen sind.

Man dürfe sich anlässlich eines solchen Jubiläums aber nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern müsse auch in die Zukunft blicken, ließ Schölch die Zuhörer wissen. Mancher blicke mit Sorge in Richtung des Kommenden, sei es aus persönlicher oder wirtschaftlicher Perspektive. Auch im Hinblick auf das Gemeinwesen müsse man durchaus mit Sorge nach vorne blicken, sehe man das um sich greifende „Wutbürgertum“, bei dem „ein Egoist sich nicht um die Welt kümmert, sondern nur den eigenen Besitzstand gewahrt sehen möchte“, gibt Schölch zu bedenken. Immer häufiger sehe er mit der Erfahrung von 33 Jahren in der Kommunalpolitik, dass Einzelinteressen als Gemeinwohlorientierung ausgegeben werden. Da werde nach dem St.-Florians-Prinzip verfahren, wie die aktuelle Diskussion um den Windpark auf der Max-Wilhelms-Höhe belege.

Mit diesem Denken werde man zu einer Nation der Bedenkenträger, der Verweigerer, zieht Schölch ein Fazit. Da stelle sich dann schon die Frage, ob man heute noch einen Turm auf dem Katzenbuckel bauen könne, Verbesserungen in den Ortskernen umsetzbar wären, oder der Zusammenschluss zur Gemeinde Waldbrunn stattfinden könne. Während sich frühere Generationen mit Fantasie, Begeisterung und Euphorie für eine Sache begeistern konnten, Visionen entwickelten und in die Tat umsetzten, dabei weniger Einzelinteressen im Blick, sondern am Gemeinwohl orientiert handelten, habe Spuren hinterlassen. Welche Spuren heutige Generationen ihren Nachkommen hinterlassen hänge auch davon ab, ob weiterhin Menschen bereit sind, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Menschen die nicht dem Denkfehler anhängen, dass Freiheit die Abwesenheit jeglicher Verpflichtung bedeute. Während es zwar einerseits Nachwuchssorgen bei den Vereinen gebe, gebe es in den ländlichen Gemeinden immer wieder hervorragendes bürgerschaftliches Engagement. Daher gelte diesen Personen ein ganz besonderer Dank, so Bürgermeister Klaus Schölch.

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Zum letzten Neujahrsempfang von Bürgermeister Klaus Schölch waren viele Waldbrunner und Gäste aus den Nachbarkommunen in die Winterhauch-Halle gekommen. (Foto: Hofherr)

Um die Zukunft der Gemeinde Waldbrunn zu sichern, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen und solidarischen Handelns. Nur so könne man dem demografischen Wandel begegnen und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft bewältigen. So müsse die Ärzteversorgung, Pflegeeinrichtungen, Betreutes Wohnen für Senioren in den nächsten Jahren Hauptanliegen sein. Um die Herausforderungen als Chance zu begreifen, brauche man Mut, Kraft, Verantwortungsgefühl, Respekt und Solidarität. So wichtig Individualität auch sei, so müsse sie in entscheidenden Augenblicken hinter dem großen, gemeinsamen Ziel zurückstehen, zitierte Schölch die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Joachim Gauck. Für 2013 gelte es daher, gemeinsame Ziele zu setzen und Spuren zu hinterlassen, die die Gemeinde über den Tag hinaus lebendig und lebenswert erhalten. Mit der Hoffnung, dass sich Hindernisse nicht als spaltende Probleme offenbaren, sondern als Herausforderung begriffen werden, die gemeinsam gemeistert werden und die Bürgerschaft als Gemeinschaft zusammenschweißen, beendete Bürgermeister Klaus Schölch seine letzte Neujahrsansprache, da er im Mai nach 16 Jahren in den Ruhestand geht.

Landrat Dr. Achim Brötel überbrachte der Gemeinde Waldbrunn die Glückwünsche des Neckar-Odenwald-Kreises, der ebenfalls in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Hier wie dort sei es keine Liebesheirat gewesen, betonte Brötel, ja noch nicht einmal eine Vernunftehe. So habe es teilweise sogar offenen Widerstand gegen die Reform gegeben. Aber dies sei alles Schnee von gestern, hätten doch die Schwarzseher definitiv nicht Recht behalten. Im Gegenteil, heute könne man mit Fug und Recht behaupten, so der Landrat, dass die Reform  rundum gelungen sei und sich der Zusammenschluss auf dem Winterhauch wie im Kreis ohne Zweifel bewährt habe. Im Laufe der Zeit hätten Neckar-Odenwald-Kreis und Waldbrunn ein eigenes Profil entwickelt, seien aber auch im Inneren längst zusammengewachsen. Wer mit offenen Augen in den Dörfern der Gemeinde unterwegs sei stelle fest, dass es nie mehr Einigkeit und Einheit gegeben hätte, brachte Dr. Achim Brötel das Gelingen der Gemeindegründung auf den Punkt. Deshalb dürfe man zu Recht den 40. Geburtstag feiern.

Die Grundidee, die hinter der neuen Gemeinde Waldbrunn und in derselben Weise auch hinter dem Neckar-Odenwald-Kreis standen, waren der damals der die Einsicht, dass es leistungsfähiger Verwaltungseinheiten bedarf, um die besonderen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Um den inneren Zusammenhalt zu ermöglichen durfte das Ganze aber auch nicht zu groß werden, berichtete Brötel von den historischen Überlegungen. Wenn man heute die Entwicklung in Waldbrunn betrachte, könne man leicht erkennen, dass viele Projekte realisiert worden sind, die ein einzelner Ortsteil niemals hätte stemmen können. In diesem Zusammenhang verwies Landrat Dr. Achim Brötel auf die Schulstruktur mit der Winterhauchschule hin, blickte darüber hinaus auf die Katzenbuckel-Therme als touristisches Leuchtturmprojekt der Region. Mit der Firma Mosca AG sei man auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis.

Nach dem Amtsverweser Alfred Habel, der in der nicht leichten Übergangszeit die Verantwortung innehatte, waren es 24 Jahre lang Gerhard Hauck, als eigentlicher Baumeister der Gemeinde Waldbrunn, und Bürgermeister Klaus Schölch, der in weiteren 16 sehr erfolgreichen Jahren als Oberhaupt der Winterhauch-Kommune, denen Dank für die hervorragend gelungene Entwicklung Waldbrunns, betonte Landrat Dr. Achim Brötel abschließend.

In Grußworten überbrachten MdB Alois Gerig und MdL Georg Nelius die Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Waldbrunn. Auch sie hoben die nachhaltig positive Entwicklung der sechs Ortsteile hin zu einer Gesamtgemeinde lobend hervor.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Bläserquintett Hoher Odenwald. Eingebettet in den Neujahrsempfang waren auch in diesem Jahr Ehrungen für verdiente Kommunalpolitiker, beruflich und sportlich erfolgreiche Waldbrunner sowie Blutspender über die gesondert berichtet wird.

 060113 NJE Blaeserquintett

Das Bläserquintett Hoher Odenwald umrahmte den Neujahrsempfang. Am Ende stand schon traditionell das Badnerlied. (Foto: Hofherr)



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