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veröffentlicht am Dienstag, 22. März 2016

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NABU Waldbrunn stellt Weichen für die Zukunft

NABU Waldbrunn stellt Weichen für die Zukunft thumbnail

Waldbrunn. Am vergangenen Samstag fand im Gasthaus Drei Lilien in Mülben die Mitgliederversammlung des NABU Waldbrunn statt, zu der Vorsitzender Ernst Stephan zahlreiche Mitglieder begrüßen durfte.

In seinem Rechenschaftsbericht ließ Ernst Stephan die Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Es begann im Februar/März mit Arbeitseinsätzen in den NABU-Biotopen im Meisental. Dort wurden Weiden gefällt, Springkraut entfernt, im Kooperation mit dem Landschaftserhaltungsverband Neckar-Odenwald-Kreis (LEV) die Tümpel ausgebaggert und die Ufer neu bepflanzt. Es folgte ein Vortrag zu Insekten in der menschlichen Ernährung, bevor die Mitgliederversammlung 2015 stattfand. Aufgrund der Arbeitsbelastung wollte der Vorstand nur noch für 12 Monate gewählt werden, was von den Mitgliedern aber nicht goutiert wurde. Stattdessen einigte man sich darauf, ein Jahr lang ein neues Konzept, mit neuen Strukturen zu erarbeiten, um die Belastung für den Vorstand zu reduzieren. Indem man Aufgabenbereiche und Projektgruppen definierte, wurde diesem Anliegen bis zur aktuellen Mitgliederversammlung Rechnung getragen, sodass der verbandliche Naturschutz auf dem Winterhauch weitergehen kann. Weitere Veranstaltungen in 2015 waren die Vogelstimmenwanderungen in Kooperation mit dem NABU Eberbach bzw. der Veranstaltergemeinschaft „Waldbrunner Wochen“.

Ein Großprojekt war der Bau einer Elektrotankstelle auf einem Grundstück der Gemeinde Waldbrunn im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Ortsteil Mülben. Durch vier ortsansässige Unternehmen, die sich neben dem NABU an den Kosten beteiligten, wurde hier die erste öffentliche Schnellladestation auf dem Winterhauch – zwischen Heidelberg und Buchen – geschaffen. Dank des Preisgelds des Ehrenamtspreises der Bürgerstiftung Mosbach konnte sich auch der NABU Waldbrunn finanziell einbringen. Dass man mit der Tankstelle, die mit Strom aus erneuerbarer Quelle gespeist wird, eine Marktlücke gedeckt hat, zeigt die Tatsache, dass man gleich am Tag nach der Einweihung im Mai 2015 den ersten Kunden begrüßen durfte. Seither werden zwei bis drei Fahrzeuge die Woche betankt, ließ Ernst Stephan die Mitglieder wissen. Da man nicht als Stromlieferant auftreten könne, wird die Energie kostenfrei gegen Spende abgegeben. Mögliche Defizite gehen zulasten des NABU. Im vergangenen Jahr habe man aber mehr Einnahmen generiert, als Kosten entstanden seien, so Stephan weiter. Weiter ging das Jahr mit der Teilnahme am 1. Waldbrunner Naturparkmarkt in Mülben, bei dem das NABU-Angebot mit Most, Obstbäumen und Nistkästen hervorragend angenommen wurde.




Es folgten Sommerfest und Mostwochen sowie die Beteiligung an der Schaffung eines neuen Biotops im Gewann Hinkelsfeld auf dem Gelände einer ehemaligen Christbaum-Plantage. Nachdem die Bäume gefällt und die Stubben entfernt worden waren, ließ der LEV das Gelände profilieren, sodass Tümpel und Feuchtgräben entstehen. Bei der regelmäßigen herbstlichen Obstbaumaktion konnte der NABU wieder gut 60 Bäume für den Erhalt der typischen, artenreichen Odenwälder Streuobstwiesen vermitteln. Als letzte Aktion im vergangenen Jahr stand der Besuch aus der Landesgeschäftsstelle auf dem Programm. Wie viele Vereine auf dem Winterhauch habe auch der NABU Waldbrunn ein Nachwuchsproblem, so Vorsitzender Ernst Stephan. Daher habe man beschlossen, gemeinsam mit den NABU-Kollegen aus Eberbach und Mosbach im Frühjahr 2016 an einer Mitgliederwerbeaktion teilzunehmen. Man wisse zwar um die Problematik mit sogenannten unseriösen Haustürgeschäften, weshalb man die Referenzen der beauftragten Agentur sehr kritisch geprüft habe, ließ Stephan die Versammlung wissen. Nach einer Einführung in die örtlichen Gegebenheiten soll die Zukunft des NABU Waldbrunn nachhaltig gesichert werden, so der Vorsitzende am Ende seines Rechenschaftsberichts.

Nachdem Kassier Andreas Steck einen guten Kassenstand vermeldet und Kassenprüfer Otto Stich und Herbert Herold die ordnungsgemäße Führung der Bücher bestätigt hatten, erteilte die Versammlung dem Vorstand als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit die Entlastung.

Während der amtierende Vorsitzende Ernst Stephan, dessen Stellvertreter Bernd Mohr, Kassier Andreas Steck, die Kassenprüfer Otto Stich und Herbert Herold bereits im Vorfeld signalisiert hatten, die zweijährige Wahlperiode zu erfüllen, musste lediglich Schriftführer Michael Wäsch ersetzt werden., der nicht mehr für eine weitere Mitarbeit gewonnen werden konnte. Zur Nachfolgerin und damit zur neuen Schriftführerin wählte die Versammlung unter Leitung von Wahlvorstand Hans Zollmann per Akklamation Ingrid Führing.

Anschließend stellte NABU-Mitglied Dieter Führing den Stieglitz/Distelfink als „Vogel des Jahres 2016“ vor. Dabei wies er darauf hin, dass es immer weniger Lebensräume für diesen Vogel gibt, da immer weniger Wildblumen und –stauden in unserer Landschaft bzw. Gärten in Wohngebieten geduldet würden. Dies habe dazu geführt, dass sich der Bestand des Vogels innerhalb von 30 Jahren halbiert habe. Es sei jedoch mit nur wenig Aufwand möglich, sich der NABU-Aktion „Bunte Meter für Deutschland“ anzuschließen, um Lebensräume für Distelfink und andere Vögel zu schaffen. Gerade als NABU-Mitglied habe man im eigenen Garten Vorbildfunktion, warb Führing für eine naturnahe Gartengestaltung. Entsprechende Pflanzlisten könne man im Internet finden.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ ging es anschließend hoch her, da Vorsitzender Ernst Stephan mitteilte, dass es einen Bauantrag für die Errichtung von 12 Windkraftanlagen im Markgrafenwald gebe. Dieser sei Anfang März bei der Gemeinde Waldbrunn eingegangen und würde nun auch vom NABU geprüft, um entsprechend Stellung beziehen zu können. Während ein Teil der Versammlung dem Vorhaben vor dem Hintergrund diverser artenschutzrechtlicher Gutachten, die neben einem starken Schwarzstorchvorkommen noch zahlreiche geschützte Greifvogel- und Fledermausarten feststellen, eine kategorische Absage erteilt sehen möchte, gaben andere zu bedenken, dass Klimaschutz ebenfalls Artenschutz sei. Man könne nicht im Odenwald Schwarzstörche schützen und durch Klimaerwärmung anderswo auf der Welt vielen Arten den Todesstoß versetzen. Gemeinsam mit dem Kreis- bzw. Landesverband werden NABU Waldbrunn und Eberbach in den kommenden Wochen an einer Stellungnahme arbeiten.

Mit dem Hinweis auf den Filmabend „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“ mit dem preisgekrönten Werk von Valentin Thurn, am 21.04.2016, um 19:30 Uhr, im Restaurant Drei Lilien, Odenwaldstr. 27,  Mülben, schloss Ernst Stephan die Versammlung.



© www.katzenpfad.de



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