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veröffentlicht am Samstag, 14. Juli 2018

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Mähen: Tödliche Gefahr für Insekten, Igel & Co.

Mähen: Tödliche Gefahr für Insekten, Igel & Co. thumbnail

Rasenmäher und Mähroboter stehen lassen und mehr Wildnis im Garten wagen / Beratung für blühende Gärten gewinnen

(pm)  Garten- und Wiesenbewohner leben im Sommer mitunter gefährlich. Pünktlich alle zwei Wochen brummen Rasenmäher und rollen Mähroboter über die Wiesen und machen alles kurz und klein, inklusive der Tiere. Muss das sein?

Zwar trimmen die automatisch sich durchs Gras windenden Mähroboter den englischen Rasen zuverlässig in Form. Doch in Punkto Sicherheit fallen viele Exemplare durch. Denn die Mäher machen weder vor spielenden Kindern, deren Finger unters Messer geraten können, noch vor kleinen Tieren halt. Für Igel, Spinnen, Eidechsen oder Grashüpfer sind sie eine tödliche Gefahr. Bei Stiftung Warentest erhielten jüngst acht geprüfte Geräte bei der Sicherheit nur ein „ausreichend“, zwei vielen glatt durch. „Bei kleinen Tieren machen die Mähroboter kurzen Prozess“, warnt Claudia Wild vom NABU. Sie werden teils überrollt, verstümmelt und getötet. Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind besonders nachtaktive Igel gefährdet. Auch wer mit seinen Freischneidern oder Fadenmähern unbedacht unter Hecken sauber macht, kann schlafende Igel verletzen oder töten, warnt der NABU. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch.




Wer ein bisschen mehr Wildnis wagt, Blüten stehen lässt und nur Fußwege im Garten häufiger mäht, schafft mitunter ein kleines Paradies für Raupen und Schmetterlinge, Grashüpfer, Wildbienen und Spinnentiere. Die Vielfalt macht den Unterschied. Eine Kräuterspirale, ein Vogelnistkasten, eine Nisthilfe für Marienkäfer oder ein Staudenbeet lassen sich in die kleinsten Gärten integrieren. Mit etwas Glück und Geduld beziehen die summenden und krabbelnden Gartenbewohner ihr neues Domizil und lassen sich dort beobachten. Und weil der Mäher öfter im Schuppen steht, hat man dann auch Zeit dafür.

Wer sich unsicher ist, welches Projekt sich im eigenen Garten gut umsetzen lässt, sollte sich beim neuen NABU-Projekt „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ umschauen. Der NABU bietet darin Beratung, Praxis-Tipps und ein Gewinnspiel für naturnahes Gärtnern an. Jeder Garten bietet das Potential, dem starken Rückgang der Insekten- und Vogelbestände entgegen zu wirken. Insgesamt werden ab August fünfzig individuelle Beratungen verlost.

Info: „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“: www.blühendegärten.de Ziel des Projekts ist es, die biologische Vielfalt im Siedlungsbereich auf privaten Flächen zu fördern. Durch Beratung und Information zum naturnahen Gärtnern sollen Menschen für das Thema sensibilisiert werden. Einfache Tipps und Hilfestellungen motivieren dazu, selbst aktiv zu werden und diese auf eigenen Flächen umzusetzen. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und endet im März 2020.

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(Foto: NABU/Anette Marquardt)

Infos im Internet:

www.blühendegärten.de



© www.katzenpfad.de



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