L 524 wird wieder gesperrt

Die Ortsdurchfahrt in Oberdielbach wird erneut gesperrt. In zwei weiteren Abschnitten werden die Straße und die Kanalisation saniert. Die Bauarbeiten im Abschnitt 3.1 mit Straßensperrung beginnen voraussichtlich im Mai und enden nach den Sommerferien. Bauabschnitt 3.2 soll ab Frühjahr 2027 realisiert werden. (Foto: Hofherr)

Straßensanierungsmaßnahme in Oberdielbach geht weiter

Waldbrunn. Am Montag tagte der Gemeinderat der Gemeinde Waldbrunn im Gerhard-Hauck-Saal, im Rathaus in Strümpfelbrunn. Im öffentlichen Teil der Sitzung standen mehrere zentrale Themen auf der Tagesordnung. Von der erneuten Sperrung der L 524 aufgrund der Fortführung der Straßensanierung in Oberdielbach (Hauptstraße/Alte Waldkatzenbacher Straße/Lutzenweg, über den Windpark Markgrafenwald sowie Auftragsvergaben und einen Bauantrag spannte sich der Bogen.

Nach der Bürgerfragestunde befasste sich der Gemeinderat ausführlich mit dem nächsten Schritt der Sanierung der Ortsdurchfahrt Oberdielbach (Hauptstraße/L 524). Nachdem die ersten beiden Bauabschnitte (BA) bereits abgeschlossen wurden (wir berichteten), steht nun der dritte Bauabschnitt an.

Die Arbeiten werden in zwei Abschnitte (BA 3.1/3.2) aufgeteilt, die Marco Rieß vom Ingenieurbüro Sack & Partner Adelsheim im Rahmen der Sitzung vorstellte. Außerdem präsentierte Rieß die weiträumige Umleitungsführung. Da die Tiefbauarbeiten nur unter Vollsperrung möglich sind, muss insbesondere der Schwerlastverkehr entsprechend geführt werden.

Der Gemeinderat beschloss nach der Präsentation die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten für BA 3.1. In den Gesamtkosten von 1,45 Mio. Euro für diesen Abschnitt, sind die Erneuerung der Wasserleitung sowie der Austausch und die Aufdimensionierung der Abwasserleitung enthalten. Weiterhin wird ein Kanal für die Oberflächenentwässerung realisiert. Der Kämmerei liegt bereits ein Förderbescheid in Höhe von 975.000 Euro vor.

Der neue Oberflächenwasserkanal soll in den Holderbach einleiten. Die Vergabe der Tiefbauleistungen ist für die Sitzung im April 2026 vorgesehen, Baubeginn ist für Mitte/Ende Mai 2026 geplant. Nach den Sommerferien soll die Straße wieder befahrbar sein. Der BA 3.2 wird im Jahr 2027 umgesetzt.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinderat den Abschluss der Honorarvereinbarungen für die erforderlichen Ingenieurleistungen mit dem Ingenieurbüro Sack & Partner.

Anschließend beriet das Gremium erneut den Antrag der MVV Windenergie GmbH auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen im Markgrafenwald bei Mülben. Gegenstand des Verfahrens sind Anlagen vom Typ Vestas V162, mit 6.000 kW Nennleistung, 169 m Nabenhöhe, 162 m Rotordurchmesser und einer Gesamthöhe von 250 m.

Bereits 2023 hatte sich der Gemeinderat mit dem Vorhaben befasst. Damals wurde das Einvernehmen nicht erteilt, jedoch grundsätzlich in Aussicht gestellt – verbunden mit Klärungsbedarfen bei Lärm-, Brand- und Denkmalschutz, Tourismus/Naherholung, Erschließung, Bundeswehr sowie der Nähe zum Segelflugplatz Mülben.

Zwischenzeitlich hatte das Landratsamt festgestellt, dass die genannten Belange einer Genehmigung nicht entgegenstehen. Mit Blick auf den Segelflugplatz wurde zudem die Windenergieanlage (WEA) 7 zurückgezogen und WEA 6 soll verlegt werden, sodass zunächst eine Genehmigung für die WEA 1 bis 5 möglich ist. Nach Beratung beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Im dritten Tagesordnungspunkt ging es um die zweite Anhörung und Offenlage zur Fortschreibung des Teilregionalplans Windenergie im Einheitlichen Regionalplan Rhein-Neckar, der von der Verbandsversammlung des Verbandes Region Rhein-Neckar im Dezember beschlossen worden war.

Gegenüber der ersten Offenlage wurde das Plangebiet im Markgrafenwald ausgeweitet. Das Vorranggebiet vergrößert sich von ca. 70,4 Hektar auf 97,3 Hektar und grenzt nun auch an die Gemeinde Limbach. Der Gemeinderat nahm die Änderungen zur Kenntnis und verzichtete auf eine weitergehende Stellungnahme.

Es folgte die einstimmige Vergabe der Maler- und Lackierarbeiten im Bürgerhaus Weisbach an die Firma Jens Bauer aus Eberbach. Die Kosten belaufen sich auf 21.000 Euro.

Ebenfalls einstimmig erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zu einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und Garage im Neubaugebiet Brühlstraße im Ortsteil Schollbrunn.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils dankte Bürgermeister Markus Haas den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern für das Interesse sowie die engagierte Beteiligung in der Bürgerfragestunde.


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