Alternative Bestattungsformen in Waldbrunn

Wie hier in Waldkatzenbach, sollen auch auf anderen Friedhöfen der Gemeinde sogenannten Urnenfelder entstehen. (Archivbild: Hofherr)Strümpfelbrunn. 

Nachdem Marco Ries vom Ingenieurbüro Sack&Partner dem Gemeinderat die Ergebnisse der Kanaluntersuchungen präsentiert hatte (wir berichteten), stellte Anne Simon von der Gemeindeverwaltung die neu zu beschließende Friedhofsatzung und die neuen, alternativen Bestattungsformen vor. Es habe in den letzten Jahren zunehmend Nachfragen nach solchen Alternativen gegeben, so Simon. Daher habe man in vielen Ortsterminen, Abstimmungsgesprächen mit den Ortschaftsräten nun neue Formen der Bestattung in die Satzung aufgenommen, ließ Anne Simon die Gemeinderäte wissen.

Da die Nachfrage nach pflegearmen Gräber zugenommen habe, werde man künftig sogenannte Rasenwahlgräber anbieten. Der Verstorbene erhält eine festgelegte Sargstelle, die mit einer flachen, überfahrbaren, in den Rasen eingelassenen Steinplatte mit den Maßen 50×50 cm und einer Stärke, von mindestens 5 cm versehen werden. Hierauf können die Namen des oder der Verstorbenen mit den Lebensdaten erscheinen. Die Pflege des Rasens erfolgt durch die Gemeinde. Grabschmuck wie Gestecke etc. dürfen nur außerhalb der Vegetationszeit von Mitte Oktober bis Mitte März abgelegt werden. Solche Rasenflächen seien bisher in Weisbach, Schollbrunn und Strümpfelbrunn vorgesehen.

Um dem zunehmenden Wünschen nach Feuerbestattungen, die bereits heute bei der Hälfte aller Verstorbenen gewünscht wird, besser Rechnung zu tragen, habe man auch hier neue Formen in die Satzung aufgenommen.

So biete man künftig Urnenreihen- und Urnenwahlgräber an, die als in Grabfeldern oder Nischen unterschiedlicher Größe in Mauern, Terrassen und Hallen geplant sind und ausschließlich der Beisetzung von Aschen Verstorbener dienen, so Simon. Dabei seinen je nach Wunsch die Bestattung in Urnenreihengräbern für eine Urne, Urnenwahlgräbern mit bis zu vier Urnen, Urnenrasenwahlgräbern mit zwei Urnen und Urnengemeinschaftswahlgrabstätten mit je einer Urne vorgesehen. Auch Urnenrasengräber sind geplant, bei denen ein zentraler Gedenkstein für Tafeln in der Mitte steht, sind in Mülben, Oberdielbach, Schollbrunn, Strümpfelbrunn und Waldkatzenbach (wir berichteten)geplant bzw. bereits umgesetzt. In Weisbach wird das Urnenfeld um einen Baum herum angelegt, schloss Anne Simon ihren Vortrag.

Die Kostenfestsetzung für die diversen Bestattungsmöglichkeiten wird der Gemeinderat im Herbst treffen, beantwortete Bürgermeister Markus Haas eine entsprechende Frage aus dem Gremium.


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