Beschäftigte bei Mosca verunsichert

(Archivbild: pm)

Verantwortung und sozialverträgliche Lösungen gefordert

Waldbrunn.(pm)

„Die Menschen im Betrieb sind tief besorgt um ihre berufliche und persönliche Zukunft. Es geht hier nicht um abstrakte Zahlen, sondern um Existenzen“, erklärt Thomas Bohlender, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Heidelberg.

Die von der Geschäftsführung der Mosca GmbH angekündigte Transformation der deutschen Standorte sorgt bei den Beschäftigten für große Verunsicherung. Insbesondere die in Aussicht gestellte Streichung von bis zu 150 Arbeitsplätzen wirft bei vielen Kolleginnen und Kollegen existenzielle Fragen auf. Die Beschäftigten erwarten nun, dass die anstehenden Verhandlungen verantwortungsvoll und fair geführt werden.

„Die Menschen im Betrieb sind tief besorgt um ihre berufliche und persönliche Zukunft. Es geht hier nicht um abstrakte Zahlen, sondern um Existenzen“, erklärt Thomas Bohlender. „Wir erwarten von der Arbeitgeberseite, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst ist und sich in den kommenden Verhandlungen entsprechend verantwortungsvoll verhält.“

Am Mittwoch, den 22.April, fand eine Mitgliederversammlung der IG Metall für die Mosca-Beschäftigten statt. Zentrales Thema war die Abstimmung über den verhandelten Ergänzungstarifvertrag, der vor dem Hintergrund der angekündigten Transformation eine wichtige Grundlage für das weitere Vorgehen bildet. Die Mitglieder diskutierten intensiv die Inhalte und Folgen der Vereinbarungen.

Darüber hinaus wurden auf der Versammlung auch die Abläufe und typischen Schritte einer solchen Transformations- und Restrukturierungsmaßnahme erläutert. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, Unsicherheiten zu nehmen und den Beschäftigten einen Überblick darüber zu geben, was sie in den kommenden Monaten erwarten kann.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben sehr genau hingeschaut und viele Fragen gestellt. Das zeigt, wie groß der Informations- und Gesprächsbedarf ist“, so Bohlender. „Die Beschäftigten erwarten, dass mit ihnen sozialverträglich umgegangen wird und dass Lösungen gefunden werden, die Perspektiven eröffnen, statt Vertrauen zu zerstören.“

Aus Sicht der IG Metall ist klar, dass wirtschaftliche Herausforderungen nicht einseitig zu Lasten der Beschäftigten ausgetragen werden dürfen. „Transformation kann nur gelingen, wenn sie gemeinsam gestaltet wird“, betont Bohlender. „Wir werden darauf achten, dass die Interessen der Beschäftigten im Mittelpunkt stehen und dass soziale Verantwortung nicht nur angekündigt, sondern auch gelebt wird.“

Die IG Metall Heidelberg wird den weiteren Prozess eng begleiten und die Belegschaft kontinuierlich informieren. Weitere Mitgliederversammlungen und Beteiligungsformate sind vorgesehen.

Aus Belegschaftskreisen war zu erfahren, dass tarifliche Lohnerhöhungen und Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld erst später gezahlt werden sollen. Außerdem sollen in Waldbrunn und Muckental etwa 150 Arbeitsplätze abgebaut werden.


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