Mülben „hat Zukunft“

Teilnahme am Dorfentwicklungswettbewerb

Mülben. Bereits zum 25. Mal wird in diesem Jahr der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Nachdem der Gedanke an eine Teilnahme bereits seit einigen Jahren immer mal wieder durch Mülben geisterte, macht man in diesem Jahr Nägel mit Köpfen und beteiligt sich an dem Bundeswettbewerb mit langer Tradition.

Im Rahmen einer Infoveranstaltung, zu der Ortsvorsteher Peter Ihrig und der Ortschaftsrat neben Bürgermeister Markus Haas auch Bürger eingeladen hatten, stellte das Gemeindeoberhaupt in einem kurzen Abriss die lange Tradition des als Blumenschmuckwettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ gestartete Aktion, die sich inzwischen zu einem Instrument der Dorfentwicklung entwickelt hat. Neben den kulturellen Traditionen eines Orts soll die Nachhaltigkeit bei der Gestaltung der Zukunft eine große Rolle spielen, hob Markus Haas die Zielrichtung hervor. Sei es früher im Blumen gegangen, stünden heute Menschen und die Gemeinschaft im Fokus. Es gehe also nicht mehr um eine Momentaufnahme, sondern um einen Prozess mit Entwicklung. Es gelte also, die Zukunft Mülbens aktiv zu gestalten, so Haas weiter. Dabei will der Wettbewerb die wirtschaftliche Entwicklung voranbringen, die natürlichen Ressourcen schützen, das Wir-Gefühl stärken und Bürger für ihr Engagement belohnen. Die Dorfgemeinschaft können durch die Teilnahme Kräfte mobilisieren und Mülben neue Impulse verleihen. Den Ort für Jung und Alt attraktiv machen und Synergieeffekte im Hinblick auf „Entwicklung im Ländlichen Raum“ (ELR) nutzen.



Die Aufgaben um Rahmen des Zukunft-Wettbewerbs gliedern sich in vier Bewertungsbereiche. Diese seien „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“. In dem Bereich geht es laut Bürgermeister Haas um Initiativen zur Sicherung der Grundversorgung, Maßnahmen zu Unterstützung örtlicher Unternehmen und Entwicklung von Gastronomie und Fremdenverkehr. Im zweiten Bereich „Soziale und kulturelle Aktivitäten“ steht die Förderung des Gemeinschaftslebens und der Integration von Einzelpersonen oder Gruppen aller Altersstufen. Hierbei zählen Beiträge von Vereinen, Pflege der Dorftradition, wobei die historische Bedeutung der „Kleinen Schweiz“ ein Kriterium sein könne, so Haas. Bildungsangebot, Engagementförderung und die Integration und Vernetzung aller Bürger seien weitere Teilkriterien. Im dritten Bereich „Baugestaltung und – entwicklung“ müssen Lebens – und Wohnqualität eines Dorfs und dessen Charakter durch den Erhalt und Pflege der Bausubstanz bearbeitet werden. Die „Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft“ ist der vierte Bereich. Dabei werden das Grün im Dorf und die örtliche Gartenkultur als prägend für die regionaltypische Dorfgestaltung betrachtet.

Mülben werde mit dabei sein, so Bürgermeister Markus Haas. Man werde gemeinsam Projekte und Ideen für eine lebenswerte Zukunft in Mülben realisieren und sich in einer Dorfgemeinschaft einander verstehen.

Die Ausgangslage in Mülben sei hervorragend, zeigte sich das Gemeindeoberhaupt überzeugt. Mit der „Kleinen Schweiz“ als kulturelles Highlight , der Stutenmilchfarm und drei Vollerwerbslandwirten als wirtschaftlichen Faktoren und drei gastronomischen Betrieben als touristischem Potenzial sei man gut aufgestellt, ließ Haas die Zuhörer wissen.

Um am Kreisentscheid wurden entsprechend der Bewertungsbereiche vier Gruppen gegründet, die sich in den kommenden Wochen um erste Ideen kümmern sollen. Anschließend soll die Bevölkerung zur Mitarbeit aufgerufen werden.


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