„Für die Menschen da sein“

(Foto: Erzdiözese Freiburg)

Weihbischof Dr. Peter Birkhofer beauftragt Christian Winkler als Pastoralreferenten

Freiburg.  (cvl) 

Am Samstag beauftragt Weihbischof Dr. Peter Birkhofer im Freiburger Münster zwölf Frauen und sechs Männer als Pastoralreferent*innen. Einer von ihnen ist Christian Winkler aus Unterschüpf, der aktuell in der Seelsorgeeinheit Neckartal-Hoher Odenwald Edith Stein mit den Gemeinden St. Afra in Neckargerach, St. Josef und St. Johannes Nepomuk in Eberbach und St Maria in Waldbrunn. Die Seelsorgeeinheit gehört zum Dekanat Mosbach-Buchen tätig ist.

Nach seinem Schulabschluss absolvierte Christian Winkler zunächst eine Ausbildung als Schreiner in Tauberbischofsheim, bevor es ihn nach Freiburg zog, wo Winkler zunächst Soziale Arbeit an der Katholische Hochschule, dann Theologie an der hiesigen Universität und in Münster studierte. Im Anschluss an sein Studium erarbeitete er sich seinen Meistertitel im Schreinerhandwerk, um darin für einige Jahre zu arbeiten. Seine Ausbildung zum Pastoralreferenten absolvierte er zunächst in der Kirchengemeinde Bruchsal-Michaelsberg, um abschließend seine Tätigkeit im Odenwald aufzunehmen.

Es war insbesondere das Evangelium, das den 38-Jährigen dazu bewog, einen pastoralen Beruf zu ergreifen. „Mich überzeugt das Evangelium so sehr, dass ich es mit möglichst vielen Menschen teilen möchte“, berichtet Winkler. Die Nähe zu den Mitmenschen suchen und den Humor nicht zu verlieren, auch wenn große Umbrüche in der Pastoral anstehen – das sieht der Pastoralreferent als besondere Aufgaben und Herausforderungen in seiner zukünftigen Arbeit.

Halt gibt ihm eine Aussage von Martin Buber, die da heißt: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Winkler erläutert: „Erst durch ein Beziehungsgeschehen kann ein Mensch seine Identität bilden. Ebenso kann ein religiöser Mensch erst seine religiöse Identität finden, wenn er Gott als ansprechbar erfährt. Deshalb möchte ich Gott als ,Du‘ erfahrbar machen, damit jedermanns Ich zum ,Ich‘ werden kann.“ Leiten lässt sich der Pastoralreferent von einem Vers aus dem Lukasevangelium: „Schon lange gefällt mir, in Anlehnung an Lk 19,30ff., als persönliches Leitwort: ,Bindet den Esel los, der Herr braucht ihn‘.

Mir ist Humor sehr wichtig.“ Allerdings habe ein befreundeter Priester diesen Spruch bereits als Primizspruch übernommen, weshalb er sich für Gen 21,6 entschied: „Gott ließ mich lachen; jeder, der davon hört, wird mir zulachen.“ Er fügt hinzu: „Vor allem, wenn man die Geschichte dahinter betrachtet und versteht, warum Sara lacht, ist der Spruch wirklich inspirierend.“

Pastoralreferent*innen: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferent*innen sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen und wissenschaftlichen Kontexten ein.

Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 300 Frauen und Männer als Pastoralreferent*innen sowie Pastoralassistent*innen in der Erzdiözese tätig.


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