Aufräumarbeiten nach Unwetter

Zahlreiche Gehwege und Straßen sind beschädigt. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn.Über die Winterhauchgemeinde Waldbrunn ging am Samstag gegen 18:00 Uhr ein Unwetter nieder, das neben Starkregen und Hagel auch Blitz und Donner brachte. Verantwortlich für dieses extreme Wetterereignis war das Tief „Erika“.

Dabei wurden nicht alle Dörfer des Winterhauchs gleich stark betroffen. Während es in Waldkatzenbach zwar stark regnete und einige Hagelkörner niedergingen, wurden in den anderen Dörfern zahlreiche Straßen und Keller überflutet. Neben Mülben, wo ein Haus wegen ausgetretenem Öl sogar unbewohnbar wurde, war insbesondere der Ortsteil Weisbach, dort aber eher die außerörtlichen Straßen, und das Dorf Schollbrunn betroffen. Dort wurden Geröll, Schlamm, Steine und sogar Autos von den Wassermassen mitgerissen. Außerdem liefen viele Garagen und Keller sowie einige Einliegerwohnungen voll. Darüber hinaus wurden Straßen und Gehwege unterspült sowie die Kläranlage überflutet, die in der Nacht zum Sonntag vom THW Eberbach leer gepumpt wurden.

Neben den Waldbrunner Feuerwehren, die gestern bis spät in die Nacht im Einsatz waren, wurden auch Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden und das DRK alarmiert, sodass am Samstag ca. 200 Helfer der Blaulichtorganisationen im Einsatz waren. Auch die in der Schollbrunner Linde untergebrachten 30 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak standen den Schollbrunnern hilfreich zur Seite.



Am Sonntag gingen die Aufräumarbeiten weiter. Erneut waren die Waldbrunner Wehren, aber auch viele andere Helfer aus Waldbrunn und darüber hinaus im Einsatz, um Keller leer zu räumen, Straßen zu säubern und Wohnungen zu leeren. Nachdem es gestern glücklicherweise bei Sachschäden geblieben war, musste heute eine 80-jährige Anwohnerin der Talstraße wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

Am späten Nachmittag machte sich auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk in Begleitung von Bürgermeister Markus Haas ein Bild von Unwetterschäden und den Aufräumarbeiten. Zuvor war er bereits in Neckargerach gewesen, wo das Unwetter ähnlich verheerend niederging wie auf dem Winterhauch. Nach einem Rundgang durch Schollbrunn dankten Hauk und Haas den zahlreichen Helfern. Es sei ein Ruck durch die Dorfgemeinschaft gegangen und eine große Welle von Hilfsbereitschaft spürbar, so Haas.

Wegen unterspülter Straßen wird auch in den kommenden Tagen mit Behinderungen gerechnet werden. So ist die Landstraße 643 zwischen Schollbrunn und Neckargerach sowie die Landstraße 3929 zwischen Schollbrunn und Weisbach wohl längere Zeit für den Verkehr gesperrt, so die Verantwortlichen des Landratsamts bei einem Vorort-Termin am Sonntag. 

Hauk und Haas durch Schollbrunn

Minister Peter Hauk (Mitte) und Bürgermeister Markus Haas (2.v.re.) beim Rundgang durch Schollbrunn. (Foto: Hofherr)

Weitere Fotos vom Unwetter und den Aufräumarbeiten:

www.nokzeit.de/?p=67227


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