Margit Noe (li.), Maximilian Noe (2.v.li.) und Anneliese Beisel (2.v.re.) führen das Traditions-Gasthaus weiter. Bürgermeister Markus Haas (re.) überbringt die Glückwünsche der Gemeinde. (Foto: Hofherr)
Maximilian Noe führt Familientradition fort – Landgasthof Beisel in vierter Generation
Weisbach.
Rund 100 Jahre Familientradition, die Liebe zum Kochhandwerk und frische kulinarische Ideen prägen den Landgasthof Beisel in Weisbach. Küchenmeister Maximilian Noe hat sich mit dem traditionsreichen Familienbetrieb einen Herzenswunsch erfüllt. Gemeinsam mit seiner Mutter Margit und seiner Oma Anneliese führt er das Haus seit September 2026 in die Zukunft. Dabei verbindet er herzliche Gastfreundschaft mit einer bodenständigen und raffinierten Küche.
Die Geschichte des Landgasthofs Beisel reicht bis in die 1930er-Jahre zurück. Damals gründeten Maximilians Urgroßeltern Adolf und Anna Gehrig die Pension Gehrig. Anna Gehrig stammte aus der in Weisbach bekannten Gastwirtsfamilie Of. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus das Gasthaus Beisel, das seit September 2026 als Landgasthof Gäste empfängt.
Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit
Für Maximilian Noe ist das Haus weit mehr als ein gastronomischer Betrieb. Hier ist er aufgewachsen, hier liegen seine familiären Wurzeln. Nach seiner Ausbildung und verschiedenen beruflichen Stationen kehrte er in seine Heimat zurück, um die Familientradition fortzuführen und zugleich seine eigenen Vorstellungen von guter Küche zu verwirklichen.
Seinen beruflichen Weg begann Noe mit einer Kochausbildung im Gasthaus „Zum Karpfen“ in Eberbach. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Konditor. Später erwarb er als Koch und Bäcker den Meistertitel, ließ sich zum WSET-Sommelier Level 2 ausbilden und qualifizierte sich zusätzlich zum IHK-Küchenmeister. Berufliche Erfahrungen sammelte er unter anderem auf der Burg Hornberg in Neckarzimmern, im Hotel Stumpf in Neunkirchen sowie in renommierten Häusern der Spitzengastronomie wie dem Hotel Sackmann und dem Hotel Bareiss in Baiersbronn.
Regionale Zutaten und raffinierte Küche
Seine Erfahrungen und sein handwerkliches Können bringt Maximilian Noe heute in den Landgasthof Beisel ein. Dabei setzt er auf saisonale und regionale Produkte, hochwertige Zutaten und kreative Ideen. Klassiker wie Schnitzel stehen ebenso auf der Speisekarte wie raffinierte Vor- und Nachspeisen sowie eigene kulinarische Kreationen.
Gerne berät Noe seine Gäste auch bei der Weinauswahl direkt am Tisch. Das Angebot reicht von Weinen der Winzergenossenschaft Alde Gott bis zu Spezialitäten der Privatkellerei Eberbach-Schäfer aus Lauffen am Neckar. Hervorragende alkoholfreie Weinalternativen liefert das Demeter-Weingut Leon Gold aus Weinstadt.
„Ich möchte unseren Gästen eine bodenständige, aber raffinierte Küche bieten“, beschreibt Noe sein Konzept. Ihm gehe es darum, vertraute Gerichte mit neuen Ideen zu verbinden und auch einmal etwas anderes auszuprobieren.
Besonders freut ihn sein selbst angelegter Kräutergarten. Die frische Ernte verfeinert seine Gerichte. Für Noe sind es oft die kleinen Details, die den Unterschied machen und einem Gericht eine persönliche Note verleihen.
Gemeinsam den Familienbetrieb weiterentwickeln
Die Rückkehr nach Weisbach war auch familiär begründet. Nach dem Tod seines Vaters führte seine Mutter Margit die Pension zunächst allein weiter. Als sie erkrankte und Unterstützung benötigte, entschied sich Maximilian Noe, nach Hause zurückzukehren. Heute arbeiten Mutter, Sohn und Oma gemeinsam daran, den Betrieb weiterzuentwickeln. Neben dem Restaurant wird auch die Frühstückspension wie gewohnt fortgeführt.
Die Selbstständigkeit bringt viele Herausforderungen mit sich. Neben der Arbeit in der Küche gehören Organisation, Werbung und wirtschaftliche Verantwortung zum Alltag. Mit einem Augenzwinkern beschreibt Noe, wie sich sein Berufsleben verändert hat: „Früher habe ich als Arbeitnehmer gedacht, ich muss noch zwei Stunden arbeiten. Heute denke ich als Unternehmer, ich habe nur noch zwei Stunden Zeit.“
Trotz des hohen Arbeitspensums überwiegt die Freude an seiner Aufgabe. Besonders motivieren ihn zufriedene Gäste, die sich wohlfühlen und gerne wiederkommen.
Ein neuer Impuls für die Gastronomie in Waldbrunn
Für die Zukunft wünscht sich Maximilian Noe, den Landgasthof Beisel als feste Größe im gastronomischen Angebot von Waldbrunn zu etablieren. Ruhig am Buckelweg gelegen und von der Natur des Odenwaldes umgeben, bietet das Haus einen Ort für gutes Essen und persönliche Gastfreundschaft.
„Ich möchte unseren Gästen gutes Essen servieren, ihnen Wertschätzung entgegenbringen und ein schönes Erlebnis bereiten“, erklärt der Küchenmeister. Er hofft auf Offenheit für seine Küche und die Möglichkeit, seine Ideen weiterzuentwickeln.
Mit familiärem Rückhalt, handwerklicher Erfahrung und viel Leidenschaft führt Maximilian Noe die lange Geschichte des Landgasthofs Beisel fort. Dabei bleibt er den Wurzeln des Hauses treu und setzt zugleich eigene Akzente. So verbindet sich eine gewachsene Familientradition mit neuen kulinarischen Ideen und der Freude daran, Menschen willkommen zu heißen.
Bürgermeister Markus Haas begrüßte Maximilian Noe herzlich im Kreis der Waldbrunner Gastronomen. „Es freut mich sehr, dass Du Verantwortung für den elterlichen Betrieb übernommen und Mut zum Neustart gefasst hast. Unsere Gastronomie ist eine feste kommunale Größe. Der Neustart ist ein äußerst positives Zeichen für Weisbach und ganz Waldbrunn! Ich wünsche alles Gute und den verdienten Erfolg. Mein Dank gilt auch den beiden Frauen des Hauses, Anneliese Beisel und Margit Noe, ohne deren jahrzehntelange Arbeit der Neustart nicht möglich wäre!“






