Unser Bild zeigt den Jubilar Herbert Jäschke (li.) mit Bürgermeister Markus Haas (Mitte) sowie Dieter Jäschke (re.). (Foto: Hofherr)Waldbrunn.
Ein Jahrhundert voller Höhen und Tiefen, Begegnungen und Erinnerungen liegt hinter Herbert Jäschke, der am 06. September seinen 100. Geburtstag feiern durfte. Diesen ganz besonderen Ehrentag verbrachte der Jubilar bei guter Gesundheit im Kreise seiner Familie und zahlreicher Gratulanten.
Glückwünsche zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum überbrachte auch Bürgermeister Markus Haas, der Herbert Jäschke im Seniorenheim in Waldkatzenbach besuchte. Urlaubsbedingt fand der Besuch des Gemeindeoberhaupts zwar erst einige Tage später statt, die Freude aufseiten des Jahrhundertzeugen war dennoch groß. Auch Dieter Jäschke, einer der beiden Söhne des Jubilars, war zum Bürgermeister-Besuch gekommen. Neben seinen persönlichen Glückwünschen gratulierte Haas auch im Namen der ganzen Gemeinde.
Herbert Jäschke wurde am 06. September 1926 in Karlsmarkt in Niederschlesien geboren. Sein Leben war zu Beginn von einer Zeit geprägt, die viele Entbehrungen und schwere Schicksalsschläge mit sich brachte. Im Alter von gerade einmal 17 Jahren wurde er die Wehrmacht eingezogen und musste im verbrecherischen Krieg des Naziregimes sein Leben riskieren. Diesen Einsatz büßte er nach Kriegsende mit fünf Jahren Gefangenschaft, aus der er krank zurückkehrte.
Da er nicht mehr in seiner Heimat Niederschlesischen leben konnte, musste er in Westdeutschland ein neues Leben beginnen. Im Sauerland in Westfalen lernte er seine spätere Ehefrau Margarete kennen. Die beiden heirateten 1955 und zogen noch im selben Jahr gemeinsam mit den Schwiegereltern nach Mülben, wo bereits ein Schwager wohnte. Dort fanden sie ihre neue Heimat. Herbert Jäschke arbeitete zunächst als Maurer und später als Fliesenleger.
Gemeinsam gründete das Ehepaar eine Familie. Zwei Söhne und vier Enkelkinder entstammen dieser Verbindung. Seine Ehefrau Margarete verstarb bereits im Jahr 2021. Bis Juni 2025 lebte Herbert Jäschke dank der liebevollen Unterstützung seiner Söhne und deren Familien selbstständig in seinem Haus in Mülben.
Doch mit zunehmendem Alter fiel dem Jubilar das Gehen schwerer. Auch das Alleinleben wurde zunehmend beschwerlich, weshalb im Juni 2025 der Umzug nach Waldkatzenbach folgte, wo er seither im DRK-Seniorenheim unterstützt wird.
Seine Familie ist ihm dabei weiterhin nah. Sohn Dieter, der mit seiner Familie in Oberzent lebt, besucht den Vater regelmäßig. Sohn Ulrich, der mit seiner Familie in Mannheim wohnt, kommt am Wochenende ebenfalls auf dem Winterhauch, um Vater Herbert zu besuchen. Diese familiäre Nähe und die vielen Besuche sind für den Jubilar ein wertvoller Teil seines Alltags sind sicherlich mitverantwortlich für die bemerkenswert geistige Frische, die sich Herbert Jäschke bis ins hohe Alter bewahrt hat.
Mit seiner Lupe liest er noch immer gerne die täglichen Sprüche seines Abreißkalenders. Beim Gehen unterstützt ihn ein Rollator, ansonsten ist er noch sehr selbstständig. Auch gesundheitlich darf er sich über eine außergewöhnlich gute Verfassung freuen.
Bürgermeister Markus Haas freute sich darüber, dem Jahrhundertzeugen Herbert Jäschke persönlich gratulieren zu dürfen. Im Namen der Gemeinde wünschte er dem Jubilar von Herzen alles Gute, viele weitere schöne Momente im Kreise seiner Familie und vor allem weiterhin beste Gesundheit.
Als Zeichen der Anerkennung überreichte Bürgermeister Haas ein Präsent der Gemeinde sowie eine Urkunde des Ministerpräsidenten.






