Was ist Bikepacking?

(Symbolbild – finkwolf/Pixaby)

Der wohl eigentliche Ursprung vom Bikepacking liegt in den bereits lange abgehaltenen und etablierten nordamerikanischen Langstreckenrennen für Mountainbiker. Diese wurde auch als sogenannte „Self-Supported Races“ bezeichnet, innerhalb derer sich die teilnehmenden Mountainbiker selbst versorgen mussten. 

Diese besagten Langstreckenrennen ließen sich nicht in einer einzigen Etappe und vor allen Dingen nicht an einem einzigen Tag bewältigen. Da das Reglement zusätzlich dazu fremde Hilfe rigoros untersagt – es eben um den  notwendigen self-support geht – mussten die radsportbegeisterten Teilnehmer ihre gesamte Ausrüstung für potentielle Übernachtungen und eben auch die benötigte Verpflegung selbst transportieren. Bei einer möglichen Renndauer von drei Tagen und mehr, kann da natürlich ein ordentliches Zusatzequipment nötig sein und auch zustande kommen. Je nach Region und Temperaturgefilden benötigt man ja gegebenenfalls einen Schlafsack, Isoliermaterial, Essen, Trinken, Werkzeug und vieles mehr. Um bei diesem Unterfangen jedoch nicht an Wendigkeit, Ausdauer und Tempo zu verlieren, schnallten sie die notwendige Ausrüstung direkt an das Rad, anstatt wackeligen Seiten- oder Lenkertaschen zu benutzen oder mitzuschleppen. Beim so entstandenen Bikepacking handelt es sich also um eine ganz spezielle Art und Weise des Radreisens. Der Fahrer oder genauer, der Bike Packer versorgt sich wie bereits beschrieben selbstständig und befindet sich überwiegend im Gelände.

Der ungemeine Vorteil der direkten Befestigung am Rad selbst: Man kann auch mal ganz entspannt einen eher abgelegeneren Trail befahren, ohne dass man sich allzu große Sorgen darüber machen muss dass einem die gesamte Ausrüstung um die eigenen Ohren fliegt. Somit unterscheidet sich das Bikepacking eben auch von der klassischen Bike & Hike Tour, bei der es sich in den meisten Fällen lediglich um einen einzelnen Tagesausflug handelt. Bei einer Bike & Hike Tour dient das Rad lediglich dazu, entfernungstechnisch möglichst nahe bis an den Gipfel heran zu kommen, um dann anschließend die letzten Höhenmeter per pedes, also zu Fuß zu bewältigen. Die eigentliche Anfahrt mit dem Rad zum Berg oder Gipfel ist dabei eben nur ein Teil der gesamten Reise.


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