Neujahrsempfang der Gemeinde Waldbrunn

Die Sternsinger eröffnen den Empfang in der Winterhauch-Halle. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Mit dem traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Waldbrunn ging am Dreikönigstag das gesellschaftliche Leben, am Katzenbuckel und darüber hinaus, in ein neues Jahr. Eröffnet wurde der Empfang auch in diesem Jahr von den Sternsingern der Seelsorgeeinheit Edith Stein/Neckartal-Hoher Odenwald, die bereits seit Tagen in allen Ortsteilen unterwegs sind, um Häuser und Menschen zu segnen und Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln.

Nachdem Bürgermeister Markus Haas die Gäste, darunter auch Minister Peter Hauk und Landrat Dr. Achim Brötel, in der Winterhauch-Halle begrüßt hatte, ging der Rathauschef noch einmal auf das Jubiläumsjahr 2023 ein, in dem die Winterhauch-Gemeinde ihr 50-jähriges Bestehen feierte.

Doch statt alle Veranstaltungen einzeln zu erwähnen, wurde das Publikum durch einen abwechslungsreichen Film an die vielen verschiedenen Veranstaltungen in allen Waldbrunner Ortsteilen erinnert. Der Film wurde nach dem Empfang auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht, damit auch Menschen, die nicht beim Empfang waren, noch einmal in das Jubiläumsjahr eintauchen können.

Anschließend ging Bürgermeister Haas auf einige Gegebenheiten ein, die das bevorstehende Jahr mitbestimmen. Hierzu gehört neben dem Bau eines Edeka-Markts in Strümpfelbrunn die Fertigstellung des Winterhauch-Kinder-Campus im Herbst, aber auch ein Erweiterungsbau beim Seniorenheim Waldkatzenbach.

Im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Juni 2024, bei denen Ortschafts-, Gemeinde- und Kreisräte neu gewählt werden, appellierte das Gemeindeoberhaupt nicht nur wählen zu gehen, sondern selbst für ein Amt zu kandidieren, um die Politik vor Ort mitbestimmen zu können.

Außerdem wolle man sich im neuen Jahr als Gemeinde auf den Weg machen und ein „Gesamtgemeindliches Entwicklungskonzept“ erarbeiten. Darin soll die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sichergestellt werden, erläuterte Haas. Dieses Konzept soll im Bürgerdialog verschiedene Fragestellungen aufgreifen und Lösungen diskutieren.

Dazu gehört neben der Gestaltung des demografischen Wandels, der verantwortungsbewusste Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, sowie die vorausschauende Entwicklung der einzelnen Ortsteile hinsichtlich ihrer jeweiligen Chancen und Potenziale. Bereits heute bat Bürgermeister Markus Haas um eine rege Beteiligung aus der Bürgerschaft.

Mit einem Dankeschön an alle, die sich ehrenamtlich innerhalb der Gemeinde einbringen, endete die Neujahrsansprache des Bürgermeisters.

In ihren Grußworten hoben auch Minister Peter Hauk und Landrat Dr. Achim Brötel die Bedeutung der Kommunalwahlen sowie die Nutzung des aktiven und passiven Wahlrechts hervor. Neue Mandatsträger bedeuten frischen Wind und neue Ideen, die momentan mehr denn je gefragt seien, damit Waldbrunn auch künftig ein lebendiges Gemeinwesen mit hoher Lebensqualität und ein starker Wirtschaftsstandort sowie ein attraktives touristisches Ziel bleibe, schloss Dr. Brötel seinen Appell.

Bürgermeister Markus Haas (re.) überreicht Alexander Helm die Ehrennadel des Gemeindetags und würdigt damit 20-jähriges kommunalpolitisches Engagement. (Foto: Hofherr)

Anschließend überreichte Bürgermeister Haas die Ehrennadel des Gemeindetags für 20-jähriges, kommunalpolitisches Wirken an Ortsvorsteher, Ortschaftsrat und Gemeinderat Alexander Helm aus Schollbrunn.

In einem politischen und kommunalen Ehrenamt ernte man selten Dank, so Bürgermeister Haas, habe aber viel Arbeit und manchmal sogar Ärger. Seit dem 30. Juli 2003 – also seit über 20 Jahren – ist Alexander Helm als Ortschaftsrat in Schollbrunn aktiv, seit 16. Oktober 2009, also seit über 14 Jahren, leitet er das Gremium als Ortsvorsteher. Darüber hinaus bringe es sich als Gemeinderat in die Mitgestaltung seiner Heimatgemeinde ein, lobte Haas.

In diesem Jahren sei Vieles auf den Weg gebracht worden. Neben den Feierlichkeiten zum 650-jährigen Bestehen Schollbrunns im Jahr 2014 und der Sanierung des Bürgersaals, sei Alexander Helm insbesondere bei der Überschwemmung im Jahr 2016 gefordert worden.

Die nachfolgende Sanierung der Talstraße sowie die Sanierung der Kneippanlage mit zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden waren weitere Aktivitäten, bei denen sich der Geehrte zum Wohl seiner Mitbürger eingebracht habe. Nachdem Bürgermeister Haas die Ehrennadel überreicht hatte, dankte er auch Ehefrau Bettina, sei die ehrenamtliche Tätigkeit als Kommunalpolitiker mit vielen Arbeitseinsätzen in und um das Dorf und mit familiären Entbehrungen verbunden.

Die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs wurde traditionell vom Blechbläser-Quintett Hoher Odenwald um Edwin Petschenka gestaltet.

Das Blechbläser-Quintett gestaltete auch in diesem Jahr das Musikprogramm.

 


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