Freiwillige Feuerwehr Mülben wird jünger

Umbruchphase des Feuerwehrwesens konstruktiv begleitet

Mülben. Zur turnusgemäßen Jahreshauptversammlung durfte Abteilungskommandant Timo Bachert von der FFW Mülben nicht nur Bürgermeister Markus Haas und Gesamtkommandant Michael Merkle, sondern auch die Kameraden der Abteilung im Gerätehaus begrüßen. Ein ganz besonderer Gruß ging an die beiden „Neuzugänge“ Simon Liepert und Alexander Weis. Dank dieser Nachwuchsfeuerwehrmänner kann die Abteilung auf 25 Mitglieder zurückgreifen. Außerdem sei der Altersdurchschnitt durch die Zugänge enorm gesunken.

In seinem Jahresbericht stellte Bachert die Arbeit der FFW Mülben vor, die im Berichtsjahr 2014 zu neun Einsätzen (7 FFW und 2 Notfallnachsorge) ausrücken musste. Neben technischen Hilfeleistungen waren auch Überschwemmungen zu bewältigen. Besonders belastend war ein tödlicher Verkehrsunfall auf der L 524, zu dem die Kameraden und die Kameradin des Notfallnachsorgedienstes alarmiert worden waren.



Daneben fanden diverse Übungen statt. So beschäftigten sich die Kameraden in Theorieeinheiten mit Knotentechniken und den Unfallverhütungsvorschriften. Anhand eines Quiz übte man gemeinsam mit den Mitgliedern der FFW Weisbach das richtige Funken. Außerdem stand man mit allen anderen Waldbrunner Abteilungswehren bei eine sogenannten MANV-Übung parat, bei der es darum ging, den „Massenanfall an Verletzten“ gemeinsam zu bewältigen. Vonseiten der Notfallnachsorge wurden neben den beiden Einsätzen 12 Treffen durchgeführt, wusste Abteilungskommandant Bachert zu berichten.

Selbstverständlich kam auch das Engagement für die Dorfgemeinschaft nicht zu kurz. Neben dem Einsatz beim Maibaumstellen oder beim Dorffest im Kurpark, brachten sich die Floriansjünger im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ aktiv ein.

Insgesamt waren die Mitglieder der FFW Mülben gut 700 Stunden für die Allgemeinheit aktiv, quantifizierte Bachert die Arbeit seiner Kameraden. Abschließend lobte Timo Bachert die fleißigsten Mitglieder der Abteilung. Hans-Peter Steck kam auf eine Quote von 93 Prozent. Auf dem zweiten Platz landete Christoph Hagendorn mit 86 Prozent, der Solveig Hagendorn mit 83 Prozent knapp auf den dritten Rang verwies. Heraus hob Abteilungsleiter Bachert das Engagement der bereits erwähnten neuen Kameraden, die seit ihrer Mitgliedschaft keinen einzigen Termin versäumt hätten.

Kassier Volker Wieland konnte der Versammlung eine positive Kassenentwicklung vorstellen. Kassenprüfer Michael Münch und Matthias Schmitt bescheinigten eine ordnungsgemäße Buchhaltung, weshalb Bürgermeister Markus Haas nach dem Bericht des Schriftführers Helmut Hagendorn die Entlastung der Abteilungsführung beantragen konnte. Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit wurde dies von der versammelten Mannschaft einstimmig erteilt.

Das Gemeindeoberhaupt nutzte die Gelegenheit, um den Kameraden für ihr Engagement zu danken. Außerdem würdigte er den Einsatz bei der Ausstattung des Feuerwehrgerätehauses und die konstruktiv-sachliche Auseinandersetzung in Feuerwehrfragen und bei der Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplans. Man befinde sich in einer Umbruchphase, bei der Meinungsvielfalt gefragt sei. Aufgrund der demografischen Entwicklung und hoher Kosten müsse sich die Erkenntnis durchsetzten, dass alle gemeinsam die FFW Waldbrunn bilden. Bei der Erfolgsgeschichte Jugendfeuerwehr sei man dabei auf einem erfolgreichen Weg. Daher müsse man den Wandel als Chance begreifen, schloss Bürgermeister Markus Haas seine Ausführungen.

Gesamtkommandant Michael Merkle ging danach auf diverse Fragenstellungen im Zusammenhang mit der Alarmierungs- und Ausrückeordnung ein. Dabei werde aktuell überprüft, welche Wehren von außerhalb im Falle eines Brandes zusätzlich gerufen werden, um die FFW Waldbrunn zu unterstützen.

Mit einem kurzen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen schloss Abteilungskommandant Timo Bachert die Sitzung.


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