Mit Radtour heiße Wahlkampfphase eingeläutet

Die Teilnehmer der CDU-Radtour um MdB Nina Warken (4.v.re.) und Markus Haas (3.v.re.) im Gespräch mit Pascal (re.) und Patrick Bier (2.v.re.), die mit ihren Familien das 1. Waldbrunner Kartoffelbuddeln organisiert hatten. Die Abgeordnete zeigte sich beeindruckt vom Ideenreichtum bei der Direktvermarktung. (Foto: Hofherr)Waldbrunn. 

Auf Einladung der CDU Waldbrunn war die Bundestagsabgeordnete Nina Warken aus Tauberbischofsheim an den Katzenbuckel gekommen, um unter Leitung des Gemeindeverbandsvorsitzenden Markus Haas und CDU-Kreisgeschäftsführer Jan Inhoff im Rahmen einer Radtour durch alle Ortsteile auf dem Winterhauch die heiße Phase des Wahlkampfs einzuläuten.

Haas stellte Nina Warken vor, die als Direktkandidatin des Wahlkreises Odenwald-Tauber bereits mehrere Jahre als Abgeordnete im Bundestag Erfahrungen sammeln konnte, weshalb sie die richtige Vertretung des ländlichen Wahlkreises und damit eine würdige Nachfolgerin des scheidenden Abgeordneten Alois Gerig sei.

Vom Treffpunkt an der Katzenbuckel-Therme ging es über die L 524 zum Kartoffelacker der Familie Bier, die mit dem 1. Waldbrunner Kartoffelbuddeln (wir berichteten) einen innovativen Ansatz gewählt hatte, um auf DIrektvermarktung als Chance für die Landwirtschaft hinzuweisen. Aber auch die Notwendigkeit regionaler Versorgung mit Lebensmitteln vor dem Hintergrund des Klimawandels war den Nebenerwerbslandwirten wichtig, wie die Gruppe um Warken erfuhr.

Die CDU-Abgeordnete zeigte sich erfreut über die kreative Aktion und betonte, ebenso wie Haas, das die Landwirtschaft nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig sei, der sich auch bei Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft entscheidend einsetze.

Weiter ging es durch Strümpfelbrunn und auf dem Radweg in Richtung Mülben. Von dort aus zeigte Markus Haas den Teilnehmern den Markgrafenwald, wo möglicherweise in den nächsten Jahren ein Windpark entstehen könnte. Zwar betonten alle die Bedeutung erneuerbarer Energien, waren aber auch der Überzeugung, dass man eine „Verspargelung“ des Odenwald verhindern müsse. Dafür sei die Ausweisung von Konzentrationszonen das richtige Mittel.

Allerdings betonte MdB Nina Warken, dass sie eher die Versorgung durch Photovoltaik bevorzuge. Noch immer gebe es viele Dachflächen, die zwar für Solarmodule geeignet, aber nicht entsprechend bestückt seien. An diesem kurzen Rastplatz wurde auch ein geplanter Edeka-Markt kurz thematisiert. Haas verwies darauf, dass die Investoren viele Anregungen der Gemeinde in ihre Planungen aufgenommen hätten.

Aus der Gruppe wurde noch angemerkt, dass zum einen solchen Markt wieder Kaufkraft von den umliegenden Mittelzentren nach Waldbrunn fließe, und dadurch Gewerbesteuereinnahmen für den Gemeindehaushalt anfallen. Auch aus ökologischen Gesichtspunkten sei der Markt trotz Versiegelung zu begrüßen, würden doch viele Einkaufsfahrten mit dem PKW nach Eberbach bzw. Mosbach entfallen und dadurch weniger Kohlendioxid und andere Schadstoffen produziert.

Auf der Schweizer Straße und dem Wagenschwender Weg ging es durch Mülben, bevor es Richtung Flugplatz und weiter nach Weisbach ging. Dort thematisierte der Waldbrunner CDU-Vorsitzende Markus Haas eine geplante Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Ein Unternehmen habe entsprechende Pläne im Gemeinderat präsentiert.

Ein örtlicher Landwirt will seinen Ruhestand antreten und seinen Betrieb aufgeben, wodurch die Flächen nicht mehr genutzt würden. Sowohl Warken, als auch Haas sahen entsprechende Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen durchaus kritisch. Es gebe zwar inzwischen innovative Agri-Photovoltaik-Lösungen, die eine weitere Bearbeitung der Flächen ermöglichen, dennoch seien die Anlagen schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft.

Auf der Terrasse von Ortschaftsrat Martin Siegmund erläuterte Markus Haas (li.) MdB Nina Warken (2.v.li.) die Straßenbaumaßnahme nach dem Starkregenereignis im Jahr 2016. (Foto: Hofherr) 
Vorbei am Weisbacher Schützenhaus ging es auf dem Gemeindeverbindungsweg nach Schollbrunn, wo Ortschaftsrat Martin Siegmund, die Radler zu einem Umtrunk einlud. Dabei erläuterte Haas die Sanierungsmaßnahme Talstraße, die nach einem Starkregenereignis im Jahr 2016 zerstört worden war.

Gestärkt ging es weiter über Oberdielbach und auf den neuen Radweg nach Waldkatzenbach. Dies nahm Markus Haas zum Anlass, um bei der Abgeordneten für Unterstützung bei der Realisierung weiterer Radwege zu werben. Insbesondere zwischen Waldkatzenbach und dem Katzenbuckel-Kreisel in der Gerd-Mosca-Straße sei eine solche Verbindung sehr wünschenswert. Warken verwies in diesem Zusammenhang auf ein entsprechendes Programm der Bundesregierung.

Am Ausgangsort, der Katzenbuckel-Therme angekommen, rief die Direktkandidatin Nina Warken alle Teilnehmer dazu auf, in den letzten Tagen für einen Wahlsieg der CDU zu kämpfen. Sie selbst werde weiterhin im Wahlkreis Odenwald-Tauber unterwegs sein, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und deren Anliegen in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.

Abschließend versprach Markus Haas, dass er auch wieder einen Bürgermeister-Radtour plane. Wann diese stattfinde, werde rechtzeitig bekanntgegeben. Mit einem Dank an alle Teilnehmer und insbesondere an Nina Warken verabschiedete Haas die Gruppe.