Kryptos: Vom Siegeszug der Altcoins

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(Foto: Pixabay)

Kryptowährungen sind aus unserem heutigen Finanzverständnis nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Onlinehändler übernehmen die digitalen Währungen als Zahlungsmittel und selbst Länder wie El Salvador haben Bitcoins als offizielle Währung akzeptiert. Die Idee dahinter? 2008/2009 wurde der Bitcoin als dezentrale, transparente und komplett digitale Währung vorgestellt.

Die virtuelle Währung soll komplett unabhängig von staatlicher Kontrolle und dem Bankwesen funktionieren – allein durch die Verwendung ihrer Nutzer wird ihr Wert bestimmt. Mitte der 2010er Jahre erweckte die Kryptowährung das Interesse des Finanzmarktes. Es gab nun genug geschürfte Bitcoins, um damit einen richtigen Handel zu betreiben. Der Bitcoin war nicht mehr aufzuhalten.

So ist es kein Wunder, dass auch andere Entwickler dieser Idee folgten und so kamen im Laufe der letzten 15 Jahre immer mehr andere Kryptowährungen auf den Markt – die sogenannten Altcoins. Diese alternativen Coins zu Bitcoin (daher der Name „Altcoins“) basieren teilweise auf unterschiedliche Technologien, wobei die meisten der Blockchain Technologie entspringen. Es gibt einige Kryptos, die relativ schnell wieder in der Versenkung verschwinden und wiederum andere, die den Siegeszug der Altcoins gegenüber des Bitcoins vorantreiben.

Ether

Ether ist einer der ersten Altcoins und ist damit der größte Konkurrent zum Bitcoin. Sie basiert auf der Ethereum Blockchain. Anders als die Bitcoin Blockchain fungieren auf Ethereum sogenannte „Smart Contracts“. Diese ermöglichen neben der normalen Transaktion von Ether Coins digitale Verträge, die nach Programmierung automatisch auslösen können.

Ein genialer Vorteil für die Versicherungsbranche beispielsweise. Aufgrund dieser Funktion hat die Blockchain Technologie von Ethereum eine weitaus größere Bedeutung als seine Währung Ether. Auch wenn der Handel mit der Kryptowährung von Ethereum floriert, kann eine Investition in die Blockchain selbst wesentlich lukrativer und gewinnbringender sein. Aktien von Unternehmen, die die Technologie nutzen oder für ihre Branche weiterentwickeln, sind an der Börse besonders beliebt.

Dogecoin

2013 wurde eine Kryptowährung vorgestellt, deren eigentlicher Sinn es war, eine Parodie auf Bitcoin und auf die schnell wachsende Komplementärwährung zu sein. Jedoch erfuhr die Parodiewährung einen solch rasanten Wertanstieg gegenüber dem US-Dollar, dass sie schon nach wenigen Tagen die neuntgrößte Kryptowährung war.

Im Unterschied zur Bitcoin Blockchain verfügt die Blockchain von Dogecoin über eine weniger komplizierte Verschlüsselung, sodass Transaktionen schneller vonstattengehen. Es gibt mittlerweile einige Börsen und Broker, die den Dogecoin Handel anbieten, sowie auch ein paar Online-Shops, die Dogecoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Darunter der Gigant Tesla, bei dem man Merchandise Artikel mit der Parodiewährung bezahlen kann.

Polkadot

Das Projekt Polkadot ist viel mehr als nur ein Altcoin. Das Ziel ist es, die Welt der Blockchains miteinander zu verbinden und damit eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Blockchain Technologien herzustellen. Hinter diesem Projekt steht die Kryptowährung DOT, die weniger für den normalen Zahlungsverkehr entwickelt wurde, als mehr für die verbesserte Transaktion zwischen verschiedenen Blockchains.

Der Wert dieser Kryptowährung und seine Popularität liegen vor allem in dem Ziel, das World Wide Web zu dezentralisieren. Die DOT Coins selbst finden derzeit noch keinerlei Anwendung, außer, dass sie die Weiterentwicklung der Technologie fördern.

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Gegenüber seiner Konkurrenz hat Bitcoin mit seiner Technologie bereits einige Nachteile inne, sodass die Technologie der Altcoins auf der Überholspur lauert. Dabei spielt weniger die Bedeutung der Währung an sich eine Rolle, sondern vielmehr die Funktionspotenziel der einzelnen Technologien.


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