Nach Stolperstart zum Sieg

Jeanette Wagner gibt die Richtung vor. (Foto: Torsten Krebs)

Eberbach. (sd) Vergangenen Sonntag war es wieder so weit, nach zweiwöchiger Pause luden die Handballerinnen der SGH Waldbrunn-Eberbach mit nicht ganz vollständigem Kader zum Heimspiel. Gegner, die Damen aus Ladenburg. Ladenburg mit eine der ältesten deutschen Städte und unter dem Namen Lopodunum bekanntes römisches Kastell.

Die Rollen klar verteilt. Die Gäste waren noch ohne Punktgewinn und damit klarer Außenseiter, während die die verlustpunktfreien Odenwälderinnen favorisiert in die Partie gingen. Unter keinen Umständen wollte man den Gästen ihre ersten Punkte überlassen.

Pünktlich um 16:00 waren ca. 70 Fans in der Halle und warteten auf den Anpfiff, allein der Unparteiische war nicht da. Zum Glück war unter den Anwesenden mit Sascha Menges ein erfahrener Schiedsrichter, der nicht zögerte, seinen geplanten Familiennachmittag gegen die Spielleitung zu tauschen. Dafür gebührte dem Mann an der Pfeife und dessen Familie ein Dankeschön für die gekonnt, souverän und betont ruhig Leitung.

Mit gut 30 Minuten Verspätung und wurde angepfiffen. Die taktische Vorgabe war klar, aus einer stabilen Abwehr heraus sollten schnelle Tore erzielt werden, um den Gegnerinnen keine Möglichkeit zu geben, ihr Spiel zu entfalten.

Das funktionierte die ersten 15 Minuten eher mäßig. Die Abwehr zu durchlässig, die Chancenverwertung zu sorglos. Die Hausherrinnen schafften es sich nicht, sich abzusetzen.

Kleine taktische Änderungen und mehr Engagement in der Abwehr ließen dann ab der 15. Minute das Pendel zugunsten der SGH ausschlagen. Die Römerinnen kamen nicht mehr hinterher, mit 22:16 ging es zur Halbzeit in die Kabinen.

Für die zweite Halbzeit wollte man an diesen Trend anknüpfen und einen deutlichen Sieg herausspielen. Dies gelang von Minute zu Minute besser, den Gästen wurde der Zugriff auf das Tor erschwert und die eigenen Chancen wurden in Tore umgemünzt.

Die Spielerinnen aus Ladenburg konnten nur Schadensbegrenzung betreiben und sahen recht schnell, dass ihr Beutezug am Neckarknie rfolglos enden würde.

Tor um Tor zog die Heimmannschaft davon, um das Spiel in den letzten Minuten ausklingen zu lassen. Am Ende stand ein 43:28 auf der Anzeigetafel. Ein auch in der Höhe verdienter Sieg, der den ersten Tabellenplatz festigt.

Mit dem Sieg beglückwünschten Mannschaft und Trainer die Spielerin Jaqueline Heckmann und ihren Mann Jonas zur Geburt ihres Babys zwei Tage zuvor.

 


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