Scharfe Kritik am Verbrenner-Aus

(Foto: pm)

Europawahl 2024 im Fokus – Kreis-CDU bereitet Listenaufstellung vor

Schefflenz. (ji) Kreisvorsitzender Markus Haas (Waldbrunn) begrüßte die rund 100 Mitglieder und Gäste in der Oberschefflenzer Roedderhalle, darunter auch Kreisehrenvorsitzender Ehrenfried Scheuermann, Minister Peter Hauk MdL und MdB Nina Warken, Landrat Dr. Achim Brötel sowie den Hausherrn, Bürgermeister Rainer Houck.

„Wir sind sozusagen an historischer Stätte“, ließ Haas die Zuhörer wissen, denn vor ziemlich genau 50 Jahren gründete sich dort am 03. Februar 1973 in einem Fusionsparteitag der damals noch selbstständigen CDU-Kreisverbände Buchen und Mosbach der neue Kreisverband Neckar-Odenwald, nachdem sich auch die beiden Landkreise zusammenschlossen. „Aus zwei wurde eins“, resümierte Haas stolz über die erfolgreiche 50-jährige Kreisarbeit der CDU. Unter eben dieses Motto wolle man auch das noch junge Jubiläumsjahr 2023 stellen.

Die Mitglieder kamen zusammen, um die Delegierten des Kreisverbands zur Aufstellung der Landesliste zur Europawahl 2024 zu wählen. Passend zum Thema freute man sich deshalb besonders, den nordbadischen Europaabgeordneten und Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Daniel Caspary (Weingarten), in Schefflenz zu begrüßen.

Dieser sprach sich gleich zu Beginn seiner Rede gegen ein Verbrenner-Aus ab 2035 aus: „Anstatt auf technologische Vielfalt und Innovationen zu setzen, hat man aus rein ideologischen Gründen und nicht wegen des Klimaschutzes das Verbot beschlossen.“ Caspary sehe dadurch den Industriestandort Deutschland und Europa gefährdet, zumal man bereits hohe Investitionen in innovative Technik getätigt habe. „Einzig auf den Elektroantrieb zu setzen, halten wir für einen Irrweg“, zeigte sich der Europaabgeordnete überzeugt.

Den amerikanischen ‚Inflation Reduction Act‘ (IRA) bezeichnet er als ernsthafte Gefahr für die europäische Industrie. Auch die große Abhängigkeit von China bereite ihm Sorge. Die Lösung seien neue Handelsabkommen weltweit. „Wir wollen Abhängigkeiten nicht durch Verbote senken sondern durch das Schaffen neuer Möglichkeiten – das ist doch christdemokratische Politik!“, rief er den Mitgliedern zu.

Weiteres zentrales Thema Casparys war der Angriff Russlands auf die Ukraine. Er kritisierte hierbei die Rolle von Bundeskanzler Olav Scholz (SPD) deutlich, die auf internationaler Ebene zu einem enormen Ansehensverlust Deutschlands geführt habe.

Nach der von ihm vor über einem Jahr verkündeten ‚Zeitenwende‘ sei im Übrigen noch kein einziger Euro der 100 Milliarden für die Bundeswehr ausgegeben worden.

In der anschließenden Diskussion war auch der Ländliche Raum und seine Herausforderungen wichtiges Thema. Danach bedankte sich Kreisvorsitzender Markus Haas bei Daniel Caspary mit einer ‚Odenwälder Genusstasche‘, gefüllt mit einer feinen Auswahl an Lebensmitteln aus dem Neckar-Odenwald-Kreis. Die Versammlung schloss mit dem Badnerlied und der Nationalhymne.

Gewählt wurden als Delegierte zur Bezirksvertreterversammlung Fischer, Martina; Fraschka, Dr. Mark; Genzwürker, Dr. Harald; Haas, Markus; Hauk, Peter; Horb, Margaret; Inhoff, Helena; Inhoff, Jan; Link, Claudia; Link, Norman; Meisel, Reinhold; Münch, Tobias; Rippberger, Dr. Norbert; Weniger, Ruth.

Delegierte zur Landesvertreterversammlung sind Hauk, Peter; Haas, Markus; Inhoff, Jan; Fraschka, Dr. Mark; Horb, Margaret; Fischer, Martina.