Lea Kumpf verteidigt Meistertitel

(Foto: pm)
Waldbrunn.  (tk) Bereits am ersten Maiwochende begann für die Mountainbike-Downhillfahrer in Todtnau im Schwarzwald die neue Wettkampfsaison, da an diesem Wochenende ein Rennen der Hot Trail Serie im ältesten Bikepark Deutschlands ausgetragen wurde. Die dortige Downhillstrecke gilt mit einer Länge von 2,7 km und über 450m Gefälle als eine der anstrengendsten und besten in ganz Deutschland.

Unter den Fahrern und Fahrerinnen, die diese Veranstaltung nutzen um in die neue Saison zu starten war auch die für das in Weinheim ansässige Downhill Talent Team fahrende Lea Kumpf aus Waldbrunn.

Pünktlich zum Start des Trackwalks am Freitagnachmittag öffnete Petrus die Schleusen und die Fahrer mussten im Dauerregen die Strecke zu Fuß besichtigen. Am Samstag klarte das Wetter aber auf, und die Fahrer konnten bei Sonnenschein und auf der immer stärker abtrocknenden Strecke ihre ersten Trainingsrunden bestreiten.

Nach dem Training am Vormittag, stand für die knapp 300 Teilnehmer am Samstagnachmittag dann der Qualifikationslauf auf dem Plan. Da es in diesem Cup eine separate U19 Wertung gibt, musste die 17-jährige Odenwälderin nicht in der Damenklasse starten, so wie es im deutschen iXS Downhil-Cup der Fall ist.

Es gelang ihr zwar kein komplett fehlerfreier Lauf, aber mit der Gesamtzeit von 4 Minuten und 8 Sekunden fuhr sie mit 2,2 Sekunden Rückstand auf die Schweizerin Emma Iten auf den zweiten Platz.

Der Sonntagvormittag konnte dann nochmal zum Training genutzt werden, bevor im Anschluss die Finalläufe starteten. Durch einen kurzen Regenschauer war die Strecke zwar wieder an einigen Abschnitten feucht, aber generell hatte sie sogar etwas mehr Bodenhaftung als am Vortag.

Trotz einer nicht ganz fehlerfreien Fahrt verbesserte sie ihre Qualifikationszeit vom Samstag nochmal um fast 10 Sekunden verbessern, sodass sie gebannt auf die letzte Fahrerin wartete.

Als letzte Fahrerin ging die Trainingsschnellste des Vortages auf die Strecke. Durch einen Ausrutscher büßte sie wertvolle Zeit ein, sodass sie im Ziel um knapp 8 Sekunden hinter Lea Kumpf lag.

Mit diesem erfreulichen Saisonstart ging es dann vom 18. bis 21.05.2023 zum Bike Festival nach Winterberg im Sauerland. Neben dem Expo Gelände mit über 100 ausstellenden Firmen, wurden während den vier Tagen auch Rennen in vielen verschiedenen Disziplinen ausgetragen, darunter traditionell auch der erste Lauf des iXS Downhill Cups.

Die dortigen Streckenbauer hatten eine interessante und anspruchsvolle Strecke in den dortigen Hang gebaut. Nach dem Trackwalk und dem freien Training am Freitag, standen am Samstag das Pflichttraining und der Qualilauf auf dem Programm. Hier landete die Waldbrunnerin mit einer Zeit von 2:05.681 Minuten überraschend auf dem sechsten Platz in der Damenkonkurrenz.

Lea Kumpf startete im Finallauf am Sonntag daher als sechtsletzte Fahrerin und unterbot als erste Starterin die Schallmauer von zwei (1:59.295 min.). Erst die aktuelle australische Meisterin Sian A‘Hern bewältigte die Strecke in 1:58.666 min. schneller als Kumpf. Anna Newkirk aus den USA zeigte in 1:53.718 min., dass ihre Weltcupsiege in der Juniorinnenklasse keine Zufallstreffer waren.

Den Sieg holte sich dann die amtierende Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin Nina Hoffmann in hervorragenden 1:50.500 min. Für Lea blieb der vierte Platz, eine riesengroße Leistung, da sie als jüngste Fahrerin am Wochenende auch noch zweitbeste Deutsche hinter Nina Hoffmann war.

Mit diesem Ergebnis ging es dann bereits am darauffolgenden Wochenende zum nächsten Lauf nach Willingen im Sauerland. Dieses Renne wurde gleichzeitig als diesjährige Deutschen Meisterschaft gewertet, was für alle Fahrer natürlich noch ein zusätzlicher Ansporn bedeutete.

Auf der sehr schnellen Strecke kam die 17-jährige Waldbrunnerin nicht ganz so gut zurecht und ging gleich im ersten Training am Freitag zu Boden. Neben Prellungen und Abschürfungen blieb sie aber vor größeren Blessuren verschont, sodass sie nicht beeinträchtigt war.

Beim Seeding-Run kam sie mit einer Zeit von 2:27.472 min. ins Ziel, was in der Summe die sechstbeste Zeit in der Damenklasse bedeutete. Auch durch einen weiteren Sturz am Sonntagvormittag ließ sie sich nicht abhalten ihre Zeit zu verbessern und kam nach 2:24.513 min. ins Ziel. Dies bedeutete letztendlich den siebten Platz in der Cupwertung.

Viel wichtiger sie war jedoch, dass Lea Kumpf mit dieser Zeit über 7 Sekunden schneller war, als die nächstbeste Juniorin. Damit verteidigte die Waldbrunnerin ihren Titel und ist zum zweiten Mal Deutsche Meisterin in der Klasse U19. ​


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