Erfahrungen im Weltcup gesammelt

(Foto: privat)

Waldbrunn. Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Klasse der Juniorinnen , wurde die Waldbrunnerin Lea Kumpf vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zu ihren ersten Downhill Weltcuprennen nominiert. So ging es zunächst nach Lenzerheide in der Schweiz, denn in dem dortigen Bikepark wurde der erste Lauf des diesjährigen Downhill-Weltcups ausgetragen.

Bereits bei einem Blick auf die Teilnehmerliste war klar, wie hoch das Niveau ist, denn insgesamt waren 25 Teilnehmerinnen aus 13 Nationen angemeldet, dem größten Teilnehmerfeld seit Jahren.

Bereits bei der Streckenbesichtigung mit ihrem Trainer Fréd Abbou wurde klar, dass nicht nur die Konkurrentinnen, sondern auch das Rennen selbst zu einer Herausforderung werden würde, da sowohl die Streckenlänge, also auch die technischen Anforderungen auf einem ganz anderen Level als bei den bisherigen Rennen waren, an denen sie teilgenommen hatte.

Nach dem Start auf 1.700 Metern mussten nach einem steilen, aber noch relativ einfachem Wiesenstück im weiteren Verlauf mehrere steile Wurzelfelder, ein Steinfeld und mehrere große Sprünge befahren werden. Bei einer Gesamtlänge von 2,5km und über 400 Tiefenmeter lag das durchschnittliche Gefälle bei nicht unwesentlichen 14 Prozent, was den Fahrerinnen ihr ganzes Können abverlangte.

Für diese Saison wurde auch das Reglement geändert, sodass nur die schnellsten zehn Fahrerinnen des Qualifyings am Finallauf teilnehmen durften. Mit dem 14. Platz schaffte es Lea Kumpf nicht, sich zu qualifizieren. Letztendlich siegt Erice van Leuven aus Neuseeland vor der Kolumbianerin Valentina Roa Sanchez.

Der zweite Weltcup stand für die Waldbrunnerin Leogang im Salzburgerland in Österreich auf dem Programm. Trotz der nicht minder anspruchsvollen Strecke hatte sich die Fahrerin vom Winterhauch fest vorgenommen, ins Finale zu fahren.

Der erste Trainingstag verlief auch recht gut und sie konnte sich von Abfahrt zu Abfahrt steigern. Abends wurden dann noch die mit der Helmkamera aufgenommen Fahrten mit ihrem Trainier analysiert, um für den Folgetag und das Qualifying Verbesserungen vornehmen zu können.

Aber während des Abschlusstrainings stürzte Lea Kumpf mehrmals, was nicht die besten Voraussetzungen für den abschließenden Qualifikationslauf waren. Auch hier ereilte sie nach dem Start ein Sturz, der alle Hoffnungen zunichte machte. Dennoch stand am Ende ein 16. Platz.

Obwohl die Ergebnisse nicht wie erhofft ausfielen, konnte die junge Waldbrunnerin während den Weltcups viele Erfahrungen sammeln, die sie m bei den anstehenden Rennen des nationalen iXS Downhill Cups nach vorne bringen werden.

Da es bei diesem keine separate Juniorinnenwertung gibt, startet sie in der Damenklassen, bei der sie in der Gesamtwertung unter die ersten fünf Plätze fahren möchte.