„Rettungswagen für Waldbrunn“ wurde geweiht

Waldbrunn. Im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Markus Haas, Kreis-Geschäftsführer Steffen Blaschek, Vertreter der Sponsoren, der Feuerwehren sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte segneten Pfarrer Matthias Stößer und Diakonie Rudi Kößler am Samstag, den „Rettungswagen für Waldbrunn“, der künftig mit der Kennung 57/23-1 auf den Straßen rund um den Katzenbuckel unterwegs ist.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DRK Waldbrunn, Gerhard Lenz, ließ Bereitschaftsleiter Robin Bracht zunächst die Entwicklung im Vorfeld der Stationierung des Rettungswagens auf dem Winterhauch Revue passieren. Zwar habe man als Organisation rund am Katzenbuckel eine lange Tradition, ein eigenes Fahrzeug habe man aber trotz der langen Anfahrtswege aus Mosbach und Eberbach dennoch nie besessen. Sowohl zu Sanitätsdiensten, als auch zu lebensrettenden Einsätzen der „Helfer-vor-Ort“-Gruppe (HvO), sei man immer mit den Privatautos gefahren.

Daher sei der Wunsch nach einem eigenen Fahrzeug groß gewesen, als sich in Kooperation mit dem Kreisverband Mosbach die Gelegenheit bot, ein dort ausgemustertes Fahrzeug zu übernehmen. Als die Übernahme unter Dach und Fach und durch Unterstützung der Gemeinde Waldbrunn und der FFW Strümpfelbrunn die Stellplatzfrage geklärt war, mussten Mittel beschafft werden, um den Rettungswagen mit den entsprechenden Gerätschaften und Materialen zu bestücken.

Gemeinsam mit NOKZEIT/Katzenpfad als Medienpartner wurde daher die Aktion „Rettungswagen für Waldbrunn“ ins Leben gerufen und diverse Veranstaltungen wie Kuchenverkäufe, Benefizkonzerte und vieles mehr geplant. Dass man damit innerhalb der Bevölkerung, aber auch bei Firmen, Vereinen und Organisationen auf offene Ohren stieß und von allen die Notwendigkeit einer Fahrzeugbeschaffung gesehen wurde, zeigte die enorme Spendenbereitschaft. Selbst aus der Partnergemeinde in Kobersdorf  gingen Geldmittel bei den Rotkreuzhelfern ein. Aber auch die örtliche Wirtschaft, die Feuerwehren, Ortschaftsräte und viele Bürger spendeten bereitwillig (wir berichteten mehrfach), berichtete Robin Bracht in seiner Ansprache.



Von der ersten Idee im November 2013 bis zur Übernahme des Fahrzeugs im April 2014 dauerte es kaum ein halbes Jahr bis zur Stationierung. Gleich am ersten Tag bestand der Rettungswagen bei einem Einsatz seine Feuertaufe. Inzwischen habe man Dutzende von Einsätzen bewältigt und verfüge über ein gut ausgestattetes Fahrzeug, das der Gesundheit und dem Leben der Waldbrunner diene. Mit der Bitte, dem DRK Waldbrunn weiterhin beim helfen zu helfen, übergab Bereitschaftsleiter Robin Bracht das Wort an Landrat Achim Brötel.

Dieser betonte, dass der Tag der Fahrzeugweihe ein guter Tag für Waldbrunn sei. Aufgrund der geografischen Lage an den Kreisgrenzen sei es relativ egal, ob der Rettungsdienst von Mosbach oder von Eberbach aus lange Wege zurücklegen müsse. Mit der Stationierung des „Rettungswagen für Waldbrunn“ sei die Schlagkraft der Ersthelfer noch einmal deutlich verbessert worden, so Brötel in seinem Grußwort. Er betonte aber auch, dass es die Menschen seien, die rund um die Uhr bereit sind, zum Wohle ihrer Mitbürger parat zu sein. Dafür gelte es zu danken, schloss Brötel.

Auch Bürgermeister Markus Haas lobte das ehrenamtliche Engagement der Waldbrunner Rotkreuzmitglieder. Gemeinsam mit den Feuerwehren bilde das DRK die Sicherheitsinfrastruktur der Gemeinde. Mit den Ersthelfern und der Stationierung des Rettungswagens sei das Leben auf dem Winterhauch besser geworden, so Haas. Neben ihrem fachlichen Können, sei es auch die Ortskenntnis der Waldbrunner Helfer, die zur besseren Versorgung beitrage. In den Jahren ohne Ersthelfer habe man immer mal wieder lange Zeit auf ortsunkundige Rettungswagenbesatzungen warten müssen, die den Einsatzort nicht fanden, wusste Haas aus dem Bekanntenkreis zu berichten. Mit dem Hinweis, dass die Sorge um den Mitmenschen das wertvollste Kapital sei, würdigte das Gemeindeoberhaupt abschließend noch einmal das Engagement des DRK Waldbrunn.

Kreisgeschäftsführer Steffen Blaschek nutzte anschließend den feierlichen Rahmen um Joachim Leister für sein 30-jähriges Engagement als Bereitschaftsleiter des DRK Waldbrunn zu würdigen. Neben der Investition in die Sicherheit der Bürger, sei der „Rettungswagen für Waldbrunn“ auch eine Investition in die Zukunft des DRK auf dem Winterhauch, wie die Mitgliederentwicklung nach der Stationierung des Fahrzeugs zeige.

Nachdem Pfarrer Matthias Stößer und Diakon Rudi Kößler den Rettungswagen gesegnet hatten, durfte jeder einen Blick in den neuen „Rettungswagen für Waldbrunn“ werfen und sich vom Verbleib der Spenden überzeugen.

Im vergangen Jahr absolvierten die Ersthelfer im DRK Waldbrunn 70 Rettungseinsätze. Darüber hinaus kam das Fahrzeug bei den Sanitätsdiensten zum Einsatz. Dabei werden regelmäßig Materialien verbraucht, sodass das DRK Waldbrunn weiterhin auf Spenden angewiesen ist. Entsprechende Kontodaten gibt es auf der Internetseite des DRK Waldbrunn.

500 Fahrzeugweihe DRK

Pfarrer Matthias Stößer und Diakon Rudi Kößler weihen im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel (3.v.re.), Bürgermeister Markus Haas (2.v.re.) und Kreis-Geschäftsführer Steffen Blaschek (re.) den „Rettungswagen für Waldbrunn“. Die Vertreter des DRK Waldbrunn um Vorsitzenden Gerhard Lenz (2.v.li.) sowie die Bereitschaftsleiter Nathalie Preischl (3.v.li.) und Robin Bracht (li.) sind künftig noch besser für Notfälle gerüstet. (Foto: Hofherr) 

Infos im Internet:

www.drk-waldbrunn.de


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