Waldbrunn: Hahnenfeld III wird erschlossen

Auf dem Bau brummt es derzeit in allen Regionen der Republik. Ein Teil davon ist in den letztenJahren auch auf dem Winterhauchschule angekommen, weshalb sich der Gemeinderat der Winterhauchgemeinde in seiner jüngsten Sitzung mit der weiteren Erschließung von Bauplätzen für Einfamilienhäuser zu beschäftigen hatte. Dieser positiven Seite des Baubooms steht bei Investitionen auch eine negative gegenüber, wie sich bei der Sanierung der Talstraße/Rohlederstraße im Waldbrunner Ortsteil Schollbrunn zeigt. Bei dieser Maßnahme, die am kommenden Mittwoch den Bürgern im Ortsteil vorgestellt werden soll, sind die Kosten auf über 5 Mio. Euro gestiegen (wir berichtete). Aber zurück zur Nachfrage von Bauplätzen für (junge) Familien. So sind von 13 Bauplätzen, die seit 2016 im zweiten Bauabschnitt im Gebiet Hahnenfeld in Strümpfelbrunn 12 verkauft und teilweise schon fertig bebaut und einer relativ sicher reserviert. Auch die vier Bauplätze in der Wilhelmstraße in Weisbach sind zwei verkauft, der Rest reserviert, weshalb man sich bei der Gemeindeverwaltung Gedanken darüber macht, wie es mit Entwicklung der Gemeinde weitergehen soll. Auch die Landsiedlung hat im Baugebiet Leimengrube in Waldkatzenbach schon viele der gerade erschlossenen Plätze vermarktet, weshalb die Verwaltung in der November-Sitzung vorgeschlagen hatte, den dritten Bauabschnitt im Hahnenfeld in Strümpfelbrunn zu erschließen.



Im Gegensatz zu Flächen in den anderen Ortsteilen könne man hier kurzfristig tätig werden, während es sich in Mülben, Schollbrunn und Weisbach um mittelfristige Lösungen handelt. Im Baugebiet Sigmundsgut in Oberdielbach, müsse sogar erst der Bebauungsplan geändert werden, zeigte die Verwaltung auf. Die Gemeinderäte Dieter Weis und Herbert Bachert gaben vor der Abstimmung jedoch zu bedenken, dass man das Baugebiet in Oberdielbach nicht aus den Augen verlieren solle, da ansonsten die Kosten ins Unermessliche steigen könnten. An der mehrheitlichen Zustimmung änderte dieser Einwand jedoch nichts.

Darüber hinaus stimmten die Räte einer Honorarvereinbarung für erforderliche Vermessungsleistungen als Grundlage zur Erstellung eines allgemeinen Kanalisationsplanes (AKP-Plan) im Ortsteil Waldkatzenbach zu.
 Erfreuliches hatten danach Kämmerer Joachim Gornik zu präsentieren, der traditionell am Ende des Jahres die Gebührenkalkulation für den Wasserbezug sowie die Abwasserbeseitigung vorstellt. Da sich sowohl Ausgaben- als auch Einnahmenseite positiv entwickelten, werden den Bürgern im kommenden Jahr keine steigende Gebühren zugemutet. So kostet ein Kubikmeter Wasser weiterhin 2,50 Euro, während für die gesplittete Abwasssergebühr 0,42 Euro/Quadratmeter und 3,55 Euro/Kubikmeter berechnet werden. 
 Im Rahmen der Vereinsförderung folgte der Gemeinderat einem Vorschlag des Sportausschusses und vergab an den Sportschützenvereins Dielbach einen Investitions- und Baukostenzuschuss in Höhe von 5000 Euro.

Mit der Neufassung der Satzung zur Regelung des Kostenersatzes für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Waldbrunn befasste sich der Gemeinderat ebenfalls. Da in den vergangenen Jahren keine Kostenerstattung geltend gemacht wurde, übernahm das Gremium eine Empfehlung des Gemeindetags, sodass der Stundensatz künftig 22 Euro beträgt.

Nach der Annahme diverser Spenden und der Verlesung von Niederschriften nicht-öffentlicher Sitzungen beendete Bürgermeister Markus Haas die Sitzung nach einer Stunde.