FFW Mülben erhält neues Löschfahrzeug

Im Beisein von Bürgermeister Markus Haas (Mitte, ohne Uniform) und Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr (4.v.re.) segneten Pfarrer Jonathan Richter (7.v.re.) und Diakon Christian Winkler (5.v.re.) die Feuerwehrkameraden aus Mülben und deren neues Fahrzeug. (Foto: Hofherr)

Erstes Fahrzeug, das nicht von der Wehr selbst finanziert wurde

Mülben.

Einen historischen Moment erlebt am Sonntag die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Mülben, denn erstmals erhielt die Abteilungswehr, die von Kommandant Timo Bachert geführt wird, ein nagelneues Feuerwehrauto. Und das Historische daran ist, so Bürgermeister Markus Haas in seiner Ansprache, nicht. nur, dass das Löschfahrzeug neu ist, sondern dass es nicht von der Abteilungswehr selbst finanziert wurde, weil der Gemeinderat Waldbrunn die Finanzierung beschlossen hat und somit die Winterhauch-Gemeinde den Preis zahlt. Auch das Land Baden-Württemberg und der Neckar-Odenwald-Kreis beteiligten sich mit Zuschüssen an der Finanzierung.

Nachdem Abteilungskommandant und Ortsvorsteher die anwesenden Floriansjünger und die Ehrengäste Bürgermeister Markus Haas, Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr sowie Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräte begrüßt hatte, galt ein besonderer Willkommensgruß den beiden Geistlichen Pfarrer Jonathan Richter, von der evangelischen, und Diakon Christian Winkler von der Seelsorgeeinheit Edith Stein. Beide waren gekommen, um das neue Fahrzeug und die Feuerwehrleute zu segnen, auf dass sie immer ohne Schaden von ihren Einsätzen zurückkkommen.

Doch bevor das Weihwasser zum Einsatz kam, ließen Timo Bachert und Markus Haas die Geschichte der Beschaffung Revue passieren und stellten einige technische Details vor. Besonders wichtig ist dabei, dass alle Feuerwehrkameraden, die einen Autoführerschein und eine spezielle Feuerwehrfortbildung haben, das Fahrzeug fahren dürfen, während bei anderen Löschfahrzeugen ein LKW-Führerschein benötigt wird.

Bürgermeister Haas ließ die Anwesenden wissen, dass man mit dem Austausch, des knapp 40! Jahren alten Fahrzeugs der FFW Mülben, den nächsten Schritt zur Umsetzung des Feuerwehrbedarfplans gegangen sei. Diesen Plan hatte der Gemeinderat im Jahr 2017 beschlossen, und das Gemeindeoberhaupt setzte sich immer wieder für eine schnelle Umsetzung ein, um die Sicherheit der Bürger in ganz Waldbrunn zu garantieren.

Nach der Beschaffung einen neuen Löschfahrzeugs für die FFW Strümpfelbrunn, die dafür das noch relativ neue Fahrzeug nach Schollbrunn abgab, habe man für Mülben nun das nächste Feuerwehrauto beschafft. Nun sei die FFW Dielbach an der Reihe, denn das dort genutzte Einsatzfahrzeug hat nur unwesentlich weniger Jahre und Kilometer seinen Dienst geleistet.

Die Beschaffung der neuen Fahrzeugs kostete insgesamt 236.000 Euro. Davon steuerte das Land Baden-Württemberg 52.000 Euro bei, der Neckar-Odenwald-Kreis übernahm 15.600 Euro und weitere 26.000 Euro kamen aus dem Gemeindeausgleichsstock, sodass die Winterhauch-Gemeinde noch 143.400 Euro aus dem Gemeindehaushalt beisteuern musste. Es ist das dritte Fahrzeug, das im Rahmen des neuen Bedarfsplan beschafft wurde. Bei Sommerfest der FFW Strümpfelbrunn wird mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW), das nächste Fahrzeug in Dienst gestellt.

Nach einem Grußwort von Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr und der Segnung des Fahrzeugs und der Kameraden durch die beiden Geistlichen, durften die Gäste das Feuerwehrauto in Augenschein nehmen. Am Nachmittag zeigte die Jugendfeuerwehr bei einer Übung ihr Können.


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