Waldbrunner Honig ist wieder golden

Janes Lenz (li.) und Herbert Klahn präsentieren ihre Goldurkunden. (Foto: privat)

Mit Herbert Klahn und Janes Lenz setzen zwei Imker vom Winterhauch die Gold-Tradition fort.

Der Oberdielbacher Herbert Klahn feiert mit seinem Blütenhonig mit hohem Kastanienanteil bereits die siebte Goldmedallie infolge.

Janes Lenz erhielt für seinen Sommertrachthonig bereits zum dritten Mal hintereinander die volle Punktzahl und damit ebenfalls Gold.

Die Prämierung findet alle zwei Jahre statt und wird vom Landesverband Badischer Imker e.V. durchgeführt.

Im Rahmen der Begutachtung werden Proben des zu prämierenden Honigs an die Universität Hohenheim versendet.
Dort wird der Honig auf seine Charakteristik (Sauberkeit, Farbe, Konsistenz, Geschmack und Aufmachung) hin untersucht.
Außerdem findet eine mikroskopische Untersuchung (Wassergehalt, elektrische Leitfähigkeit etc.) und eine Pollenanalyse statt. Nur wenn die Proben entsprechend bewertet sind, erhalten die Imker Goldmedaillen.

Neben der Produktion hervorragender Lebensmittel tragen Imker aber auch zum Erhalt von Artenvielfalt und zur Gewinnung weiterer Lebensmittel teil. Denn ohne die enorme Bestäubungsleistung der emsigen, gelb-schwarzen Arbeiterinnen, gebe es weder Obst noch Gemüse. Auch Wildpflanzen würden nicht bestäubt und würden über kurz oder lang aussterben. Und mit ihnen wahrscheinlich die Menschheit, denn für die Arbeit von Honig – und auch Wildbienen gibt es keinen künstlichen Ersatz. Um die Imker und ihre „Mitarbeiterinnen“ sowie die Wildbienen und sonstigen Insekten zu unterstützen werben Lenz und Klahn für naturnahe Gartengestaltung mit vielen einheimischen Blühpflanzen.

Dennoch ist auch bei den Imkern nicht alles Gold, was glänzt. Das Wetter bzw. das Klima macht es immer schwieriger hochwertigen Honig in entsprechenden Mengen zu produzieren.

Wie in diesem und den beiden Jahren zuvor sorgt die heiße Witterung in Verbindung mit dem Nord-Ost-Wind für massive Produktionsausfällen. Und im Frühjahr 2023 war es für die Bienenvölker der beiden Gold-Imker zu nass und zu kalt, wissen die Klahn und Lenz.

Aufgrund dieser Bedingungen ist es inzwischen auch sehr viel arbeits- und pflegeintensiver, Honig und die Nebenprodukte der Imkerei wie Met (Honigwein), Bienenwachskerzen, Gelee Royale und vieles mehr zu produzieren. Angemessene Preise für ihre goldprämierten Produkte seien daher kaum zu erzielen.

Um ihren Honig dennoch zu vermarkten, sind die Naturparkmärkte, die „Gute Waldbrunner Spezialitäten-Kiste“ sowie der Absatz über die Gemeinde Waldbrunn, die jedem Altersjubilar ein Glas Honig überreicht, wichtige Faktoren. Außerdem bietet der Rewe-Markt in Eberbach Waldbrunner Goldhonig in seiner regionalen Ecke an.

Selbstverständlich kann man bei beiden Imkern auch telefonisch wegen des Honigs erreichen. Janes Lenz unter Tel.: 06274-9599790 und Herbert Klahn unter Tel.: 06274-6294.


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